Verborgene Schätze

Wo ist Gott?

Februar 2026

Wo ist Gott?

„Aber man fragt nicht: ‚Wo ist Gott, mein Schöpfer, der Lobgesänge gibt in der Nacht, der uns klüger macht als die Tiere auf Erden und weiser als die Vögel unter dem Himmel?‘“ (Hiob 35,10–11)

In den Verhältnissen des Lebens liegt es nahe, den Blick auf die Verhältnisse und auf alles zu richten, was mit ihnen zu tun hat. „Aber man fragt nicht: ‚Wo ist Gott?‘“ Gott ist doch da, mitten in den Situationen, in denen ich gerade bin – bereit, mich zu führen und mir auf die Wege der Ewigkeit zu helfen. Das ist viel wichtiger als die Sache selbst. Was meint Gott? Was will Gott mir jetzt sagen? Wo sind die Fußspuren, denen ich jetzt folgen kann?

Jesus sagt in Johannes 14,26, dass er seinen Jüngern einen Beistand geben würde – den Heiligen Geist –, der sie alles lehren und an alles erinnern würde, was er gesagt hatte. Er ist wirklich unser Fürsprecher, unser Mentor, unser Helfer und unsere Stütze, damit wir den Weg durch unser Fleisch finden können. Das ist das Wichtigste! Darauf muss unser Fokus liegen.

„Denn so spricht der Hohe, der Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.“ (Jes. 57,15) Gott wohnt nicht irgendwo und schon gar nicht bei dem, der selbst alles am besten kann und weiß. Aber stell dir vor, Er nimmt tatsächlich Wohnung in mir, wenn ich einer der Zerschlagenen und im Herzen Gedemütigten bin. Dann bin ich einer von denen, die er zur ganzen Wahrheit führen kann.

„Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet ...“ (Jer. 29,13) Wenn der sehnlichste Wunsch meines Herzens nicht darin besteht, mein Recht zu bekommen oder auf menschliche Weise einen Ausweg zu finden, sondern auf den Wegen zur Ewigkeit voranzukommen, dann lässt er sich wirklich finden. Dann wird er sich mir offenbaren und mich auf den neuen und lebendigen Weg führen, wo ich von meiner Natur und meinen Neigungen befreit werde und den Frieden finde, den nur er geben kann. „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ (Joh. 14,27)

„Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.“ (Hebr. 4,16) Wie gut, dass uns Hilfe versprochen ist – und zwar rechtzeitig! Genau dann, wenn wir „mit beiden Beinen“ mitten in der Prüfung stehen. Er gibt den Demütigen Gnade. Vor allen Dingen brauchen wir Hilfe zur persönlichen Heiligung. Diese gibt er allen Demütigen, die ihn von ganzem Herzen suchen. Gott offenbart sich in seinem Wort; und wenn wir reichlich daraus trinken, können wir unser Haupt hoch erheben, so wie wir in Mandelblüte Nr.81 [Anm: christliches Kinderliederbuch] singen. Denke daran, reichlich von dem Geist aus Gottes Wort zu trinken. Dann macht er uns „klüger [...] als die Tiere auf Erden“, weit über unseren menschlichen Intellekt und Verstand hinaus; Und auch in unserem Leben werden Lobgesänge in der Nacht ertönen.