Verborgene Schätze

Der Leib als Opfer

Januar 2026

Der Leib als Opfer

„Darum spricht er, wenn er in die Welt kommt: Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe, ich komme – im Buch steht von mir geschrieben –, dass ich tue, Gott, deinen Willen.“ (Hebr. 10,5–7)

Jesus wusste, warum er einen Leib bekommen hatte: nämlich um Gottes Willen zu tun. „Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in ihm wohnen zu lassen.“ (Kol. 1,19) Jetzt leben wir und haben einen Leib bekommen, aber wofür benutzen wir ihn? Gott hat einen Plan für unser Leben. Der Leib gehört dem Herrn, und deshalb brauchen wir die Erinnerung von Paulus: „Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ (Röm. 12,2)

Gottes Wille geht direkt gegen den Eigenwillen. Im Alten Bund wurden Opfer im Tempel gebracht. Im Neuen Bund geht es darum, dass ich meinen Eigenwillen aufgebe, um Gottes Willen zu tun. Hier findet ein großer Konflikt zwischen dem Eigenwillen und Gottes Willen statt. J.O. Smith beschreibt dies in WdH 242 so: „O wie gefällt mir dein Wille, in mir zwar Widerstand ist. In deiner Gnade mich ziehe, dass ich dir folg, Jesus Christ.“

Wie ist es, wenn die Geduld am Ende ist? Ist es dann richtig, hart zu reagieren? Oder kann ich gerade dann Geduld und Barmherzigkeit lernen? Denn wie barmherzig war Gott doch mir gegenüber? Und wenn ich mit meinem Blick und meiner Haltung klar machen will, dass mir etwas nicht passt – sollte ich da nicht viel lieber meine versteckten Forderungen kreuzigen, damit mein Egoismus verschwindet und stattdessen Dankbarkeit hervorkommt?

In solchen Situationen gibt es einen Konflikt zwischen dem Eigenwillen und Gottes Willen. Dann soll das Wort vom Kreuz für mich leuchten, denn nun kann ich das Sterben Christi anwenden, damit das Alte stirbt und etwas Neues entstehen kann.

„Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft.“ (1. Kor. 1,18)

Durch das Wort vom Kreuz bekommen wir Kraft, von menschlicher Natur in göttliche Natur verwandelt zu werden! Wie dankbar können wir unserem Vorläufer Jesus sein, der uns einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, sein Fleisch, eröffnet hat (Heb. 10,20). Er hat das vollbracht, damit wir ihm ohne Angst folgen und die Tage, die wir haben, nutzen können, um verwandelt zu werden und immer besser zu verstehen, was Gottes Wille ist.

So lass nun die Sünde nicht herrschen in deinem sterblichen Leib, sondern gib dich selbst Gott hin, sodass dein Leib als eine Waffe der Gerechtigkeit benutzt werden kann (Röm. 6,12–13).