Verborgene Schätze

Die Adventskonferenzen

Januar 2026

Die Adventskonferenzen

Dieses Jahr hatten wir die Freude, zwei Adventskonferenzen zu erleben. Viele von uns waren an diesen beiden Wochenenden in Brunstad. Seit mehreren Jahren dürfen wir das Weihnachtskonzert erleben, dieses große Ereignis, auf das wir uns jedes Jahr freuen und das uns in Weihnachtsstimmung bringt. Aber das Beste ist, dass wir die tiefe und gute Gemeinschaft unter den Freunden Jesu erleben dürfen. Viele von uns hatten wahrscheinlich das gleiche Gefühl wie Petrus, als er sagte: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ (Joh. 6,68) Hier folgen einige Auszüge aus den Konferenzen.

Das ganze Heil

Kåre J. Smith begann die Konferenz mit einer starken Ermahnung: Wir dürfen uns nicht von falschen Lehren täuschen lassen. Schon die ersten Apostel warnten davor. Johannes schreibt: „Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn viele falsche Propheten sind hinausgegangen in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt.” (1. Joh. 4,1–3) Gottes Wort ist klar, wird aber dennoch von vielen aus schändlicher Gewinnsucht verfälscht (2. Kor. 2,17).

Eine gängige Fehlvorstellung ist, dass man nicht versteht, welche menschliche Natur Jesus hatte. Manche denken, dass Jesus in einem Fleisch kam, das wie Adams Fleisch vor dem Sündenfall war. Aber wie hätte Jesus dann unser Vorläufer und Retter werden können? Um uns helfen zu können, musste Jesus in dasselbe Fleisch kommen wie wir, er musste unsere menschliche Natur annehmen – das, was die Bibel „Davids Fleisch“ nennt. Paulus schreibt in seinem Brief an die Römer: „... von seinem Sohn, der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch.“ (Röm. 1,3) Dieses Fleisch kennen wir gut. Paulus war ehrlich und drückte sich so aus: „Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.“ (Röm. 7,18)

Eine weit verbreitete falsche Lehre heutzutage ist, dass das ganze Heil allein in der Vergebung der Sünde besteht. Viele glauben, dass Gott Jesus die Sünden der ganzen Welt ans Kreuz tragen ließ und dass Gott uns nun durch Jesu Blut als vollkommen sieht. Aber wir finden in der Bibel keinen Vers, der sagt, dass Sündenvergebung allein ausreicht, um ein Jünger Jesu Christi zu sein. Paulus ermahnt uns: „Also, meine Lieben, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern.” (Phil. 2,12) Das ist eine Aufforderung an alle, die Jesus nachfolgen wollen und am ganzen Evangelium teilhaben möchten, das er gebracht hat.

Die Botschaft, die Jesus brachte, sollte für uns glasklar sein, wenn wir in unserem Alltag und in unseren Prüfungen stehen. „Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt.“ (1. Joh. 2,1) Wenn wir einfach weiter sündigen, passiert in uns keine Verwandlung, und wir bleiben Sklaven der Sünde.

Es ist leicht zu denken: „Wir sind ja nur Menschen“ oder „Wir sind errettete Sünder“. Doch wenn wir weiter als Sünder leben, haben wir nicht wirklich teil am ganzen Heil, das in Jesus Christus ist. Zu denken, dass man nur ein Mensch ist, der keine andere Wahl hat, als weiter zu sündigen, widerspricht Jesu Botschaft von der Freiheit von der Sünde. Es ist der Geist des Antichristen, der die Menschen dazu bringt, so zu denken. Der Antichrist will die Botschaft zerstören, die Jesus gebracht hat (2. Kor. 4,3–4).

Das Evangelium Jesu ist einfach: „Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. So auch ihr: Haltet euch für Menschen, die der Sünde gestorben sind und für Gott leben in Christus Jesus.“ (Röm. 6,10–11) Wir sollen die Sünde nicht in unseren sterblichen Leibern herrschen lassen, sodass wir ihren Begierden gehorchen. (Röm. 6, 12). Die Wahrheit hat die Kraft, uns komplett von der Sünde freizumachen. Ist man von der Sünde losgekauft, verschwindet all die Unruhe, die durch die Knechtschaft der Sünde entstanden ist. Welch eine Befreiung! Das ist das „ganze Heil“, das Jesus uns anbietet – die allergrößte Botschaft, die Gott uns zu geben hat. (Hebr. 1,1–3).

„Ein Heiland ist uns geboren“

Jesu Botschaft ist nichts, was die Menschen sich ausgedacht haben. Paulus sagt, dass das, was er verkündigte, ihm unmittelbar als Offenbarung Jesu Christi gegeben wurde. „Denn ich tue euch kund, Brüder und Schwestern, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist.“ (Gal. 1,11–12) Deshalb warnt er auch stark davor, etwas anderes zu predigen, und sagt, dass derjenige, der das tut, „verflucht“ sein soll (Gal. 1,8–9). Gottes Evangelium bleibt fest bestehen; es soll nicht diskutiert oder geändert werden.

Es ist wichtig, sich das zu merken, vor allem für diejenigen, die Gottes Wort verkünden. Gottes Wort soll nicht diskutiert werden, sondern wir sollen es zu den Menschen sprechen lassen. Paulus hatte eine heilige Furcht in sich, wenn er das Wort verkündigte. Er versuchte nicht, mit „überredenden Worten der Weisheit” zu beeindrucken, sondern überließ es dem Heiligen Geist und der Kraft Gottes, zu beweisen, was die Wahrheit ist. Er wollte nicht, dass der Glaube der Zuhörer auf menschlicher Logik und Weisheit beruht, sondern auf der Kraft Gottes (1. Kor. 2,1–5).

Das Evangelium gibt uns die Kraft, die Sünde zu besiegen, die in unserer menschlichen Natur wohnt. Das geschieht, wenn das Wort vom Kreuz in uns wirkt, nachdem wir Vergebung für unsere Sünden bekommen haben. „Wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“ (1. Kor. 1,23–24) Da gibt es kein Ansehen der Person. Der Weg ist offen für alle, die die Botschaft annehmen wollen, damit sie wirklich erleben können, dass „uns ein Heiland geboren ist“.

Freiheit, nicht zu sündigen

Der Apostel Paulus, der nach dem Gesetz untadelig war und nach dem Fleisch vieles vorzuweisen hatte, vollzog eine erstaunliche Kehrtwende (Phil. 3,4–8). Er merkte plötzlich, dass alles, was er vorher als Gewinn für sich angesehen hatte, als Verlust gelten musste im Vergleich dazu, Jesus Christus kennenzulernen. Paulus sah das so klar, dass er all seine erworbene Größe und Weisheit als „Dreck“ bezeichnete, weil er erkannte, dass die Erkenntnis Jesu Christi unendlich viel mehr wert ist.

Die gleiche Einstellung finden wir beim Apostel Johannes. Er gibt diese Ermahnung: „Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.“ (1. Joh. 2,15) Hier gilt es, dieselbe radikale Entscheidung zu treffen: Jesus über alles andere zu stellen. Kåre J. Smith forderte jeden, der Jesus nachfolgen will, auf, diesen „Stein“ – dieses Fundament – so früh wie möglich in seinem Leben zu legen und es niemals wieder anzurühren.

Paulus beschreibt, wie es weitergeht, nachdem die Entscheidung getroffen und die Basis geschaffen wurde: „... und in ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott kommt durch den Glauben. Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden.“ (Phil. 3,9–10) Stell dir vor, du kannst Jesus und die Kraft seiner Auferstehung erleben!

Wir können kein neues Leben in Gott beginnen, bevor nicht ein Tod stattgefunden hat. Jesus zeigte uns den Weg: „Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott.“ (Röm. 6,10) Dieser Tod gab Jesus die Chance, sein ganzes Leben für Gott zu leben, ohne auch nur einmal von der Sünde befleckt zu werden. Jesus ist unser Vorläufer, und wir sollen uns als tot für die Sünde, aber lebendig für Gott in Christus Jesus halten. Dann nimmt die Herrschaft der Sünde über uns ein Ende (Röm. 6,11–12).

Der Schlüssel, um mit der Sünde fertig zu werden, ist, im Fleisch zu leiden. „Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat Ruhe vor der Sünde.“ (1. Pet. 4,1) Das bedeutet, dem Fleisch nicht seinen Willen zu lassen. Wenn du treu bleibst und standhältst, wirst du merken, dass es wehtut, weil die Lust in deinem Fleisch nicht befriedigt wird. Aber alle, die es leid sind, nach ihrem Eigenwillen zu leben, die nicht mehr zornig, ungeduldig, stur und widerspenstig sein wollen, können Licht bekommen, das Erlösungswerk Jesu verstehen und anfangen, nach Gottes Willen zu leben (Röm. 6,2–3.)

„Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.” (Gal. 2,19–20) Das ist eins der stärksten persönlichen Zeugnisse, das Paulus in der Bibel gibt. So kann es auch mit dir und mir sein – ab jetzt!

Jeder, der so denkt, wird merken, dass die Kraft von Gottes Wort reinigend wirkt. Wir haben es mit Gott zu tun. „... und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.“ (Hebr. 4,13 ELB) In dieser Nähe zu Gott und seinem Sohn Jesus erleben wir einen Erlöser und Herrn, der mit uns mitleiden kann und der weiß, was es kostet, ein gekreuzigtes Leben zu führen. „Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.“ (Hebr. 4,14–16)

Die „Reinheit des Kindes“ bewahren

An Weihnachten feiern wir, dass unser Herr und Meister, Jesus Christus, geboren wurde. Der Prophet Jesaja beschreibt ihn so: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.“ (Jes. 9,5–6) In der Prophezeiung sagt er weiter, dass die Herrschaft groß und des Friedens kein Ende sein wird.

Aber Jesus ist nicht nur das kleine Kind in der Krippe, er ist auch der König, der wiederkommt. In der Offenbarung des Johannes lesen wir, dass er auf einem weißen Pferd reiten wird, gefolgt von großen Heeren im Himmel, angetan mit reiner, weißer Seide (Offb. 19,14). Die weißen Pferde und die reine Seide stehen für Reinheit und Kraft. Das sollte einen tiefen Ernst in uns wecken! Wir sind dazu berufen, ihm zu folgen, und das heißt, die „Reinheit des Kindes“ unser ganzes Leben lang zu bewahren. Wir sollen unser Leben in Reinheit leben, mit Gottes Hilfe und Kraft, damit wir nie in etwas Schlechtes geraten.

Wenn Bitterkeit, Spaltungen und Konflikte in unsere Heime oder in die Gemeinde kommen, ist das ein Zeichen dafür, dass wir aus dieser Reinheit gefallen sind. Wenn unser eigener Name und unsere eigene Ehre wichtiger werden als Gottes Ehre, haben wir uns weit von der unkomplizierten, reinen Gesinnung entfernt. Wenn wir hingegen Jesus unseren Ratgeber sein lassen, wie es in der Prophezeiung steht, werden wir geformt, geprägt und geleitet. Dann werden wir verwandelt und ihm immer ähnlicher. Wir sind dazu berufen, ein heiliges und gottesfürchtiges Leben zu führen, während wir auf die Wiederkunft Jesu warten (2. Pet. 3,11–13).

Es ist wichtig, dass wir die Reinheit des Kindes bewahren und in der Güte zueinander bleiben. „Darum, ihr Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, dass ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden gefunden werdet!“ (2. Pet. 3,14–15) Wir sollten großen Respekt vor Gott haben und uns von der Sünde und den zerstörerischen Kräften in der Welt fernhalten.

Unsere Aufgabe ist es nicht, einfach mit dem Strom zu schwimmen. Wir sollten uns bemühen, ein reines, aufrichtiges und heiliges Leben zu führen. Dann bewahren wir die „Reinheit des Kindes“, bis Jesus Christus wiederkommt.

In einem der Gottesdienste erinnerte uns Trond Eriksen daran, dass wir dankbar für unsere Vorläufer sein sollten, die wertvolle Wahrheiten entdeckten, die lange Zeit verborgen und verschüttet waren. Er veranschaulichte dies anhand von 1. Mose 26: Nach Abrahams Tod schütteten seine Feinde seine Brunnen mit Erde zu. Aber sein Sohn Isaak kam später zurück und grub sie wieder frei. Und er gab ihnen die gleichen Namen, die Abraham ihnen gegeben hatte.

Das ist ein starkes Bild dafür, was mit geistlichen Wahrheiten passieren kann: Mit der Zeit können sie „verschüttet werden“ und in Vergessenheit geraten. Aber Gott sorgt immer dafür, dass Menschen auftauchen, die sie wieder ausgraben. Was für ein Segen, dass wir heute Zugang zu diesen Quellen mit lebendigem Wasser haben!