„... damit dieser Dienst nicht verlästert werde“
„Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit dieser Dienst nicht verlästert werde; sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten.“ (2. Kor. 6,3–4)
In seinem Dienst für Gott, als Apostel der Heiden, als Betreuer der Gemeinden und Verkündiger des Wortes Gottes, war Paulus vielen Bedrängnissen und Herausforderungen ausgesetzt. Er war in Nöten, fühlte Angst und Bedrängnis, bekam viele Schläge, war im Gefängnis, in Aufruhr, musste Tag und Nacht hart arbeiten, erlebte Armut und auch Überfluss. Er musste viel Schmach einstecken durch Menschen, die ihn verachteten und gegen ihn arbeiteten, aber als Apostel der Heiden wurde ihm auch Ehre zuteil. Es gab gute Gerüchte und böse Gerüchte über ihn. Sogar bei den Korinthern erlebte er Verachtung.
Bei all diesen verschiedenartigen Herausforderungen achtete Paulus aufmerksam darauf, dass sein Dienst nicht verlästert würde. Es sind nicht all diese verschiedenen Umstände und Bedrängnisse, die den Dienst in Verruf bringen, sondern wenn man sich nicht von dem reinigt, was aus dem Fleisch kommt.
Wenn wir zum Beispiel unruhig werden, weil uns etwas Schlechtes nachgesagt wird, dann drehen sich unsere Gedanken nicht mehr um Gottes Willen in unserem Dienst, sondern darum, was die anderen über uns sagen oder wie wir uns rechtfertigen können. Dann wird der Dienst verlästert und die Gnade dazu geht verloren. Paulus, der mehr gearbeitet hatte als alle anderen, nahm dafür keine Ehre, sondern sagte, dass nicht er es getan hatte, sondern die Gnade Gottes, die mit ihm war (1. Kor. 15,10). Es gibt viele, die viel für die Gemeinde und andere tun, doch wenn Gott nicht die Ehre bekommt, weicht die Gnade, und der Dienst wird verlästert, wenn man nicht versteht, sich zu reinigen.
„Als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht getötet.“ (2. Kor. 6,9). Wenn wir es in unseren Gedanken ein wenig genießen, dass wir bekannt geworden sind, dann fallen wir aus der ersten Liebe zu Christus und die Gnade weicht von uns.
Nehmen wir das nicht ernst und reinigen wir uns nicht, nehmen nicht jeden Gedanken im Gehorsam gegenüber Christus gefangen und erweisen uns so in allem als Diener Gottes, dann wird unser Dienst verlästert. Es ist die Sünde, die belastet; das, was vom Fleisch kommt und weiterleben darf!
Das ist sehr ernst! Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Auch wenn die anderen es nicht merken, so sind Gottes Augen wie Feuerflammen, und er nimmt seine Salbung weg, wenn dein Herz nicht rein ist.
In unserem Dienst sollen wir glühend eifrig für Gott sein! Alles, was Gottes Licht nicht verträgt, muss ans Kreuz. Hier sollen wir unerschütterlich an der Reinigung festhalten. Paulus war einer von denen, die diese Prüfung bestanden (2. Kor. 13,5–6). Alles Anstößige, jeder unreine Gedanke wurde hinweggetan. Deshalb konnte Paulus sagen: „Folgt meinem Beispiel wie ich dem Beispiel Christi!“ (1. Kor. 11,1). Dasselbe sollten wir auch sagen können, wenn wir unseren Dienst beendet haben!