Verborgene Schätze

Lasst uns zur Adlerhöhe aufsteigen – und sie bewahren!

März 2025

Lasst uns zur Adlerhöhe aufsteigen – und sie bewahren!

„Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.“ (Kol. 3,1–3)

Von dem Moment an, in dem wir wiedergeboren werden, sind wir dazu bestimmt, für den Rest unseres Lebens in dieser Haltung zu sein. Als mit Christus Auferstandene können wir wahrhaftig sagen, dass wir in die Höhe eines Adlers aufgestiegen sind, erhaben über diese Erde, wo die Menschen damit beschäftigt sind, nach ihren Lüsten zu leben. Unsere Gedanken wenden sich mehr und mehr dem Himmlischen zu, dem, was ewigen Wert hat, nämlich wie wir Christus gleich gestaltet werden können.

Die meisten Menschen sind mit ihren Gedanken von morgens bis abends im Irdischen verhaftet. Sie werden von Sorgen, Gier, Neid, Eifersucht und Ehrsucht geplagt. Welche Gnade, in Adlerhöhe aufzusteigen und alles von oben betrachten zu können. Weit unten auf der Erde kann ich sehen, wie jemand etwas zu mir sagt oder etwas tut, das ich als ungerecht empfinde. Dann kann ich so denken: Was bedeutet das schon, was er gesagt hat? Was wird es in einem Jahr bedeuten? In einem Monat? In der nächsten Woche? Wahrscheinlich sehr wenig, vielleicht gar nichts! Da ich mit Christus auferstanden bin, wird das Wort Gottes in meinen Sinn kommen. Zum Beispiel das, was in 1. Petrus 3,13 geschrieben steht: „Und wer ist’s, der euch schaden könnte, wenn ihr dem Guten nacheifert?“ Was die andere Person gesagt oder getan hat, geht mich nichts an. Auf Adlerhöhe geht es mir nur um meine Sache, nämlich darum, Gutes zu tun.

Auf diese Weise gewinne ich göttliche Natur und kann auch meinen Mitmenschen besser helfen. Zuweilen hört man Menschen sagen: „Aber ich kann so eine Ungerechtigkeit nicht hinnehmen! Wir müssen für Gerechtigkeit kämpfen!“ Ja, das mag stimmen, vor allem, wenn wir sehen, dass Kinder oder Jugendliche einer völlig unzumutbaren Ungerechtigkeit ausgesetzt sind. Dann sollten wir eingreifen und tun, was wir können, um ihnen zu helfen, damit sie nicht überfordert werden und keinen Schaden davontragen. Betrifft das Unrecht hingegen meine eigene Person, sollte ich Trost und Hilfe im Wort finden, z. B. in 1. Korinther 6,7: „Es ist schon schlimm genug, dass ihr miteinander rechtet. Warum lasst ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen?“

Ich muss bereit sein, mein Kreuz auf mich zu nehmen und mich selbst zu verleugnen. Unrecht zu leiden ist etwas vom Schlimmsten für das Fleisch. Wenn ich hingegen das Fleisch hasse, bin ich bereit, im Fleisch zu leiden, um mit der Sünde fertig zu werden. Wie gut es doch ist, in diese Leiden hineinzugehen mit der vollen Gewissheit, dass ich mit dem fertig werde, was ich hasse. Wir gehen in das Reich Gottes durch viele Trübsale, und die Leiden werden aufhören.

Als zusätzlicher Bonus bleiben mir die Probleme und Leiden erspart, die in der Familie oder in der Bruderschaft oft entstehen, wenn ich hauptsächlich auf mein Recht bedacht bin. Das sind Leiden, die nicht zur Herrlichkeit führen, sondern im Gegenteil zu zerstörten Beziehungen in Heimen und Gemeinden. Lasst uns den guten Kampf des Glaubens kämpfen und immer das suchen, was droben ist, damit wir die Adlerhöhe bewahren.