Verborgene Schätze

Wenn ich nur ...

Februar 2025

Wenn ich nur ...

Paulus beschreibt seine menschlichen Vorteile im Brief an die Philipper in Kapitel 3,4-6. „...obwohl ich meine Zuversicht aufs Fleisch setzen könnte. So ein anderer sich dünken lässt, er könnte sich aufs Fleisch verlassen, ich könnte es viel mehr: Der ich am achten Tag beschnitten bin, einer aus dem Volk von Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, untadelig gewesen.“ Die meisten wären mit diesem Lebenslauf mehr als zufrieden gewesen. Hier stimmte einfach alles, er war ja sogar nach dem Gesetz unsträflich.

Aber in den Versen 7-10 können wir lesen, dass Paulus eine radikal andere Sichtweise gewonnen hatte, was bedeutete, dass ihn jetzt etwas völlig anderes antrieb: „Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden geachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott kommt, durch den Glauben. Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden, damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten.“

Er war so ergriffen von der Erkenntnis Jesu, dass demgegenüber alles andere seinen Glanz verlor. Diese Erkenntnis lehrt uns, die eigene menschliche Stärke und alle Ehrenerweise von Menschen zu verachten, solange der Heilige Geist diese nicht bestätigt. Sie lehrt uns, uns vom Bösen abzuwenden und Gutes zu tun. Sie lehrt uns, zu segnen, auch wenn man uns flucht. Sie lehrt uns, dass wir von Natur aus nichts sind und in diesem Zustand auch im Reich Gottes niemals irgendeine Bedeutung erlangen können. Sie lehrt uns, dass wir in eine Leidensgemeinschaft mit unserem Heiland eintreten müssen, in der wir entkleidet werden, und nur zu einem Auferstehungsleben gelangen, indem wir sein Leben anziehen (Kol. 3,12-14). Sie führt uns zu einem Leben in der Heiligung, wobei wir unserem Herrn und Meister immer ähnlicher werden. Die Früchte dieses Lebens führen zu einer solch unvergleichlichen Erhöhung, dass alles, dessen wir uns als Menschen rühmen könnten, im Vergleich dazu nur Schaden und Verlust bedeutet.

Diese Erkenntnis wird uns zum selben Ziel führen, das Paulus hatte: „...damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten.“ (Phil. 3,11)