Verborgene Schätze

Licht über mich selbst

November 2025

Licht über mich selbst

J.O. Smith schreibt in Brief #142 an Elias Aslaksen: „Wer Gottes Licht begehrt, bekommt zuerst Licht über seine eigenen Abscheulichkeiten und aus dem Schmutz wird das Gold hervorgegraben. Wir brauchen Licht, um Gott im Leben und in den Taten gefallen zu können; aber um Licht zu empfangen, muss man aufmerksam danach Ausschau halten. Es gibt Lichtstreifen, die unbeachtet bleiben.“

Bin ich so aufmerksam, wachsam und gottesfürchtig, dass Gott mir meine Abscheulichkeit, meinen Mangel an Gottes Wesen und Natur, das Menschliche an mir zeigen kann? Oder bin ich oberflächlich und begnüge mich mit einem guten äußeren Schein? Sehe ich das Problem bei den anderen, die angeblich den Splitter im Auge haben, bin aber blind für den Balken in meinem eigenen Auge? (Matth. 7,3–5). Dann muss ich in mich gehen, eifrig werden und mich von diesem lauen und – geistlich gesehen – lebensgefährlichen Zustand bekehren, um in das richtige Verhältnis zu ihm zu kommen: in die erste Liebe.

Wenn ich auf mich selbst und auf die Lehre achthabe, dann habe ich die Möglichkeit, diese Lichtstrahlen vom Vater wahrzunehmen. Dann kann ich Jesus nachfolgen, indem ich mich selbst erniedrige und durch die Kraft des Kreuzes die Forderungen des Fleisches überwinde (Phil. 2,8).

„Ich bin schwarz und gar lieblich.“ (Hld. 1,5) Sehe ich, wie schwarz ich bin? Trage ich darüber Leid und wandle in Furcht, sodass ich Licht empfangen kann dort, wo ich noch in Finsternis bin – und verwandelt werde? Wenn ich fleißig in dieser Arbeit stehe, entfaltet sich ein guter Duft – die Lieblichkeit wächst. Ich erkenne das Urteil des Lichts an und demütige mich unter die gewaltige Hand Gottes. Die anderen spüren, dass ich in der Erniedrigung stehe, dass ich mich selbst richte und reinige. Dann bekommen meine Worte einen anderen Klang – den Klang dessen, dass ich ein Gefäß der Barmherzigkeit bin, dass ich geliebt wurde und wieder liebe. Auf diese Weise kann ich in Heiligung stehen und auch zur Hilfe für die werden, die mich hören.

Durch den Geist des Gerichts und den Geist der Vertilgung (Schlachter-Üs.) – durch Geist und Feuer – wird das Werk gelingen (Jes. 4,4). Wenn wir uns selbst richten und dem Gericht zustimmen, werden wir nicht gerichtet. Wenn wir das Feuer lieben und Fleisch und Eigenwillen verzehren lassen, werden wir vor dem Feuer verschont, das eines Tages kommen wird. Was für eine Gnade, dass wir die Gottesdienste und Konferenzen mit der Einstellung besuchen können, dass wir die „Stühle zum Gericht“ lieben. Wir erkennen die Wahrheit über uns selbst an, und dann macht sie uns frei.

Psalm 122,3–6: „Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll, dahin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn, wie geboten ist dem Volk Israel, zu preisen den Namen des Herrn. Denn dort stehen Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David (Menge-Üs.: Stühle zum Gericht, die Stühle des Hauses Davids). Bittet für den Frieden Jerusalems! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben! ‘“