Geheiligt und für den Hausherrn brauchbar

„Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da mächtig ist, euch zu erbauen und das Erbe zu geben mit allen, die geheiligt sind.“ () Paulus sagte dies zu den Ältesten in Ephesus, als er auf dem Weg nach Rom war, wohl wissend, dass dies vielleicht das letzte Mal sein könnte, dass er sie sah. Seine eigene Lebenserfahrung stand hinter diesen Worten. Die Anwesenden in dieser Versammlung erfuhren in diesem Moment ein starkes, lebensveränderndes Zeugnis von Paulus. Es machte so einen starken Eindruck auf sie, dass sie mit einer gemeinsamen Gebetsstunde abschlossen. Im Verlaufe seines Lebens hatte Paulus die Erfahrung gemacht, dass das Wort ihm in all den vielen Situationen des Lebens Halt gegeben hatte: in Bedrängnissen, in Not, in Widrigkeiten, in Kämpfen, in Gefängnissen usw. Er wusste, dass das Wort Gottes das Beste war, was er ihnen anbieten konnte. Es ist nur das Wort Gottes, das uns aufbauen und uns ein Erbe unter den Heiligen geben kann, also unter denen, die sich heiligen lassen.

„ Heilige sie in der Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.“ () Dieses innige Gebet hatte Jesus im Herzen. Durch Gehorsam gegenüber dem Wort der Wahrheit werden wir geheiligt und bekommen Anteil am Erbe zusammen mit all denen, die ebenfalls geheiligt wurden. Viele waren begeistert, als Jesus Wunder tat und die Kranken heilte, aber wie viele waren wirklich am Wort der Wahrheit interessiert, das er sprach?

„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.” () Wenn wir im Leib Christi für den Hausherrn brauchbar sein wollen, müssen wir in der Heiligung bleiben. Dieser Prozess beinhaltet Zurechtweisung, Erziehung und Wegleitung. Wie bereit sind wir, uns überführen, zurechtweisen und in der Gerechtigkeit erziehen zu lassen? Sehen wir den ewigen Wert dessen, was Gott in uns hervorbringen möchte? Suchen wir die verborgene Weisheit, die Gott uns geben möchte, damit wir fähig werden, gute Werke zu tun? Viele sind begeistert von der Lehre, die ja auch im Wort enthalten ist. Doch wer bleibt am Wort, wenn es uns zurechtweist? „Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen.“ () Wenn das Wort zu uns redet, brauchen wir erleuchtete Augen, damit wir es mit Sanftmut annehmen, sodass Überführung, Zurechtweisung und Erziehung in der Gerechtigkeit unsere Seelen retten können.

„Da sprach Jesus zu den Zwölfen: ‚Wollt auch ihr weggehen?ʼ Da antwortete ihm Simon Petrus: ‚Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.ʼ" () Petrus verstand den ewigen Wert in Jesu Worten, sodass er eine klare und nachdrückliche Antwort geben konnte. Wenn wir im Leben in Situationen kommen, die für das Fleisch unangenehm sind, sieht ein wahrer Jünger die ewigen Werte in Jesu Worten und „geht nicht weg" von ihnen. Das Wort der Wahrheit führt uns in die Heiligung hinein, sofern wir die Wahrheit anerkennen und die Sünde hassen, die die Wahrheit offenbart, auch wenn es für unser Fleisch unangenehm ist. So beginnt die Herrlichkeit von Jesu Leben in uns sichtbar zu werden.

Heiligung ist ein lebenslanger Prozess. Je mehr wir in der Heiligung wachsen, desto brauchbarer werden wir für den Hausherrn, dessen Wunsch es ist, uns zu allem guten Werk zu bereiten. „Wenn nun jemand sich reinigt von solchen Leuten, der wird ein Gefäß sein zu ehrenvollem Gebrauch, geheiligt, für den Hausherrn brauchbar und zu allem guten Werk bereitet.“ ()