Trost in Christus

„Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“ ()

Nur in Jesus Christus finden wir wahren und ewigen Trost. Der Weg zu diesem Trost wird in beschrieben: „ ... ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.“ Als Jesus geprüft wurde, erniedrigte er sich selbst, und dadurch war er in der Lage, seine menschliche Natur zu erkennen und sie am Kreuz sterben zu lassen.

In erklärte Jesus den Juden, die an ihn glaubten, dass die Wahrheit sie frei machen würde, doch sie fingen sofort an, sich zu rechtfertigen. Da die Wahrheit, die er verkündete, von ihnen verlangt hätte, sich zu demütigen und ihre eigene Sünde einzugestehen, wollten sie nichts damit zu tun haben. Darum blieben sie Knechte.

Als Jesus seinen Jüngern erzählte, was er bald erleiden würde, sagte Petrus: „‚Gott bewahre dich, Herr! Das widerfahre dir nur nicht!‛ Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: ‚Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du meinst nicht, was göttlich sondern was menschlich ist.‛” () Der Trost, den Petrus spenden wollte, war ein Trost für das Fleisch und nicht der Trost, nach dem Jesus sich sehnte. In seinem Sinn war es, den eigenen Willen aufzugeben, um den Willen des Vaters zu tun.

In gewissen Situationen flammt unsere menschliche Natur besonders auf: Undankbarkeit, Neid oder Verbitterung u.v. m. Da ist es naheliegend, dass wir uns diesen menschlichen Trost wünschen: Was du gerade durchmachst, sollte dir nicht widerfahren. – Du solltest nicht so behandelt werden. – Ich verstehe nicht, wie Gott dir so etwas zumutet. – Diese Art von Trost ist nur Trost für das Fleisch und ermutigt uns nicht, Jesus in seiner Erniedrigung und seinem Tod nachzufolgen.

Lass uns zu denen gehören, die den Trost in Christus wählen und sich dafür entscheiden, ihm in seiner Erniedrigung zu folgen. Dann werden auch wir an der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes teilhaben.