Verborgene Schätze

An wen wenden wir uns?

Dezember 2025

An wen wenden wir uns?

Wenn die Könige Judas und Israels in Bedrängnis gerieten, wandten sie sich oft an fremde Nationen, an Ägypten und Assyrien, um militärische oder politische Allianzen mit ihnen zu schließen. Sie sahen sich in ihrer Existenz bedroht, und so erschien ihnen das als die logischste Lösung. Mit diesen Allianzen zeigten sie aber auch, dass sie Gott nicht kennengelernt hatten. Sie setzten ihr Vertrauen nicht auf ihn.

„Weh denen, die hinabziehen nach Ägypten um Hilfe und sich verlassen auf Rosse und vertrauen auf Wagen, weil ihrer viele sind, und auf Gespanne, weil sie sehr stark sind! Aber sie schauen nicht auf den Heiligen Israels, und den HERRN befragen sie nicht.“ (Jes. 31,1)

„Weh den abtrünnigen Kindern, spricht der Herr, die hinabziehen nach Ägypten und befragen meinen Mund nicht, um Zuflucht zu suchen beim Pharao und sich zu bergen im Schatten Ägyptens! Aber es soll euch die Zuflucht beim Pharao zur Schande geraten und der Schutz im Schatten Ägyptens zum Hohn.“ (Jes. 30,1–3)

„Ephraim ist wie eine Taube, leicht zu verführen, ohne Verstand. Ägypten rufen sie an, nach Assur laufen sie.“ (Hos. 7,11)

Es zeugte von großer Treulosigkeit, dass sie in ihren Schwierigkeiten nicht mit Gottes Macht rechneten. Sie schauten nicht auf den Heiligen Israels und befragten ihn auch nicht. Das Ergebnis war, dass sie von ihren Nachbarvölkern beherrscht wurden. Schließlich verließen sie den Herrn, wandten sich fremden Göttern zu, und als Folge davon wurde das Land vom Feind zerstört. Sie kamen nicht einmal auf den Gedanken, Gott in ihre Entscheidungen miteinzubeziehen.

Als hingegen David König Israels wurde, wandte er sich in allen seinen Prüfungen und Kämpfen an Gott, egal um welche Notlage, Bedrückung oder Bedrohung es sich handeln mochte.

„Als mir angst war, rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott. Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.“ (Ps. 18,7–24).

David entwickelte in all seinen Prüfungen ein unerschütterliches Gottvertrauen. Er hatte keinen Plan B, falls Gott ihn doch im Stich lassen sollte, nein, er war völlig davon überzeugt, dass Gott ihn vor seinen Feinden retten würde. Bereits bevor er zum König gesalbt wurde, sah Gott ihn als einen Mann nach seinem eigenen Herzen an und wollte, dass David sein Volk regieren sollte. Er war Gottes Freund, wie wir heute sagen würden.

„Herzlich lieb habe ich dich, Herr, meine Stärke! Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz!“ (Ps. 18,2–3)

Auch wir können starken Druck erleben und in extreme persönliche Notlagen geraten. In unserer Not sind auch wir versucht, Hilfe und Erleichterung bei „Ägypten“ zu suchen – bei irdischen Quellen. Doch stattdessen sollten wir uns an den Heiligen Israels wenden und „seinen Mund befragen“. Wir können unsere Bedürfnisse vor ihm ausbreiten und herausfinden, was sein Wille mit uns ist in diesen Zeiten der Prüfung. Dann gehören wir zu einer neuen Generation von Männern und Frauen nach dem Herzen Gottes, die ihre Hoffnung auf seine Rettung setzen.

„Darum will ich dir danken, Herr, unter den Völkern und deinem Namen lobsingen.“ (Ps. 18,50)