Was sich in Christus regt
Wollen wir nützliche Diener für Gott sein, dann müssen wir ein Ohr für das haben, was sich in der Welt des Geistes regt und in Demut die anderen höher achten als uns selbst. Das, was an unseren Konferenzen offenbar wird, sollte ja immer das sein, was sich gerade in Christus regt. Sei mit dem beschäftigt, was jetzt im Leib vor sich geht – beschäftigt mit den Worten, die heute vom Mund des Herrn ausgehen. Wir müssen fest sein und das töten, was von der Gemeinde nach dem Begehren des heiligen Geistes weggereinigt werden soll. Eph. 2, 14. Unser Friede muss darin bestehen, dass etwas von der Feindschaft zerbrochen wird. Arbeitest du mit und trägst du die anderen? Bekommst du Gnade, die trennenden Zäune abzubrechen? Am Kreuz mit ihm bekommen wir den Sieg! Lass alle irdischen Gedanken fahren und halte dich fern von aller Schmeichelei und Ehre von Menschen.
Gott will die Gemeinde weiterführen. Daher müssen wir in der Schar sein, die die Strömungen wahrnimmt, die sich in Christus regen. Lasst uns vor dem Angesicht Gottes stehen und das Evangelium so verkündigen, dass Gott eine Wiedergeburt in den Menschen bewirken kann und sie zu einem neuen Leben kommen können. Auch der Vorhof braucht Hilfe und Stärkung. Wenn einige im Begriff sind, die Gemeinschaft zu verlassen, dann müssen wir zur Tat schreiten und die ermahnen und retten, die drauf und dran sind irrezugehen.
„Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, das wird er euch verkündigen.” Joh. 16, 13. Ein Prophet steht in Verbindung mit Gott und muss daran arbeiten, dass die ganze Gemeinde in Verbindung mit Gott kommen kann. Er sieht, was zukünftig ist, und kann im Geist voraussehen, was geschehen wird. Er muss von allem und allen beschnitten sein, so dass er in der Armut des Geistes nach den Wirkungen Gottes reden kann und nicht aus seinem eigenen Willen heraus. Ein Prophet hat eine Botschaft von Gott gehört. Dann gilt es, das zu vermitteln, was er gehört hat, und nicht all das hinzuzufügen, was er kann und weiß. Seine Rede wird wie ein Licht sein, das an einem dunklen Ort scheint und gleichzeitig die Herzen froh macht. Man tut gut daran, auf diese Worte acht zu geben.
Durch die Rede des Propheten werden der Ernst und die Hoffnung des Evangeliums deutlich. Es wird hell, herrlich und gesegnet, und die verborgenen Gedanken und Ratschläge des Herzens werden gerichtet. Das prophetische Wort hat eine starke erlösende Kraft. „Sende Männer nach Joppe und lass holen Simon, mit dem Beinamen Petrus; der wird dir die Botschaft sagen, durch die du selig wirst und dein ganzes Haus.” Apg. 11, 13-14.
„Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.” 1. Kor. 14, 32-33. Durch den Dienst des Propheten entstehen Ordnung und Frieden in den Versammlungen der Gemeinde. Er sieht die anderen als die Auserwählten Gottes und hat eine Schau, die bewirkt, dass er mit Hoffnung und Glauben für den einzelnen reden kann. Er richtet seinen Dienst bewusst so aus, dass jüngere Diener des Herrn heranwachsen, und er ist dankbar für die Gnadengaben, die Gott den einzelnen zum Nutzen und zur Hilfe im Werk des Dienstes gegeben hat.
Wir müssen alle darauf achten, dass in unseren Zusammenkünften der Geist Jesu Christi wirksam ist. Die Gemeinde kann mit einem anderen Geist nicht leben. Deshalb muss man dem Herrn dienen und darf nicht vor dem Angesicht der Menschen stehen und den Wunsch haben, ihnen zu gefallen. Die Verkündigung muss rein und unbefleckt von irdischen Verhältnissen vorgetragen werden. Der heilige Geist begehrt, dass die Gemeinde Speise und Nahrung bekommt. Es entsteht kein Wachstum, wenn nicht diese Speise, eine Botschaft voll von Hoffnung, Glaube und Begeisterung dargereicht wird. Im Dienst des Propheten liegen „Freundlichkeit” und „Verbindung”. Er ist frei vom Hundedienst und vom „Kläffen” gegen äußere Dinge. Die Propheten dienen in der Kraft, die Gott ihnen gewährt und führen die Menschen in eine große Freiheit im Geist. Im Glauben an Gott und die Heiligen reichen sie ein Brot dar und vertrauen darauf, dass jeder eine Scheibe davon bekommt. Sie glauben an den sich gegenseitig ergänzenden Dienst der Glieder des Leibes und reden mit Begeisterung von dem Teil, den sie nach den Wirkungen des Geistes darbieten. Ihre Rede tröstet, erbaut und ermahnt. Deshalb ist ihr Dienst für eine Gemeinde in Wachstum und Entwicklung so wertvoll und notwendig. Die Propheten sind den Aposteln der Gemeinde untergeordnet und dienen in Gemeinschaft mit den Dienern, die Gott zur jeweiligen Zeit in der Gemeinde einsetzt.
