Hirte und Prophet

- Frucht tragen

Hirte und Prophet

Frucht tragen

Um Frucht tragen zu können, sind wir völlig abhängig von der Lebens­verbindung mit dem Weinstock. Niemand von uns kann aus sich selbst Frucht tragen, und es ist Reinigung nötig, um mehr Frucht tragen zu können. Viele sind von Kindesbeinen an brav gewesen, aber sie tragen dennoch keine Frucht für Gott. Ist man nicht geistlich arm, kann man auch nicht in Gottes Rat ste­hen und etwas von seinem Mund entgegennehmen. Ist man nicht darüber in Not, dem Licht, das man bekommen hat, gehorsam zu sein, dann führt die Erkenntnis dazu, dass man aufgeblasen wird. Man kann dann zwar die richti­gen Worte sagen, aber es geschieht nicht in der Kraft des Geistes, und die Gemeinde wird durch eine solche Rede auch nicht erbaut. Deshalb liegt auch ein Weheruf über den Schwätzern. Sie sind zum Untergang bestimmt.

Gottes Wort redet auch von einem sehr großen Ernst, wenn in den Verhält­nissen des Lebens Dornen und Disteln (Sünden) hervorwachsen. Dann ist man dem Fluch nahe. Aller Saft und alle Kraft, die wir bekommen, sollen in die Früchte (die Tugenden) fließen und nicht dazu benutzt werden, vor den Menschen ein prächtiges Äußeres zur Schau zu stellen. Jerusalems Unrein­heit klebte an ihrem Saum. Darum konnte auch der Feind triumphieren. Nimmt man es nicht genau, besudelt man sich schnell mit der einen oder anderen Sünde. Deshalb sind Ernst und Reinigung notwendig, wenn das prophetische Licht leuchtet. Der Geist des Gerichts und der Reinigung muss in unseren Versammlungen gegenwärtig sein. Alle Oberflächlichkeit muss weg, wenn Gewicht in unseren Geist kommen soll. Ohne den Geist des Gerichts und der Reinigung sinken wir und werden religiös.

Ein Diener des Herrn muss mit Kraft gegen Unzucht, Trunkenheit und Aus­schweifung reden können. Aufgrund dieser Sünden kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Wer in seinen Sünden leben möchte, hat keine Weisheit und nimmt schnell Anstoß. Solche werden sich in der Gemein­schaft des Lichtes auch nicht wohl fühlen. Mögen in unseren Tagen viele zu Wächtern Jerusalems werden, die wachen und die Kraft haben, das zu sagen, was gesagt werden soll. Dann wird der Geist wirken und sowohl die Gemein­de als auch den Einzelnen auf dem Weg des Lebens vorwärts treiben.