Die Erweckung in den 1990er Jahren
Es ist für die Geschichte und für die kommenden Generationen wichtig zu wissen, was in diesen ernsten und schicksalsschweren Jahren der Gemeindegeschichte geschehen ist. Von meiner Seite steckt in diesen Zeilen kein Motiv der Rache oder der Schadenfreude. Im Gegenteil – ich wünsche mir von ganzem Herzen, mich mit jedem Bruder und jeder Schwester, die vom Weg der Gerechtigkeit abgeirrt sind, zu vereinen, so wahr sie sich bekehren und ihre Sache mit Gott und den Menschen in Ordnung bringen. In den letzten Jahren sind mehrere von denen, die sowohl die Gemeinde als auch mich persönlich hart angegriffen hatten, weinend zurückgekommen, haben um Vergebung gebeten und ihre eigene Bosheit tief bereut.
Nur durch Demut und Gottesfurcht kann ihre Missetat und Schande gesühnt werden. Davon zeugt auch dieses erstaunliche prophetische Wort: „Denn ich höre, wie viele heimlich reden: ‚Schrecken ist um und um!’ ‚Verklagt ihn!’ ‚Wir wollen ihn verklagen’ Alle meine Freunde und Gesellen lauern, ob ich nicht falle: Vielleicht lässt er sich überlisten, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen. Aber der Herr ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht gewinnen. Sie müssen ganz zu Schanden werden, weil es ihnen nicht gelingt. Ewig wird ihre Schande sein und nie vergessen werden.” Jer. 20, 10-11. Einige brachten noch kurz vor ihrem Tod ihre Dinge in Ordnung, und es ist für mich eine große Freude zu sehen, dass Gott mit den Menschen arbeitet und erreicht, dass sie für die Ewigkeit gerettet werden. Die noch Lebenden möchte ich ernstlich darum bitten, zu bedenken, auf welche Weise sie ihre Ewigkeit zubringen wollen.
„Wascht euch, reinigt euch, tut eure bösen Taten aus meinen Augen, lasst ab vom Bösen! Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten, schafft den Waisen recht, führt der Waisen Sache! So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden. Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen. Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden, denn der Mund des Herrn sagt es.” Jesaja 1, 16-20.
