Ein Freudenbote Zions
Abraham ist ein großes Vorbild darin, für Gott zu leben und ihm zu dienen. Nach dem Fleisch erreichte er nicht so viel, aber das, was er dem Geiste nach erreicht hat, ist unbeschreiblich groß. Abraham hatte keine natürlichen Voraussetzungen dafür, die Verheißung zu erlangen, aber er glaubte an Gott und gab ihm die Ehre. Röm. 4, 17–18. Gottes Güte über ihm war sehr groß. Auch wir müssen uns in der Stunde der Prüfung an Gottes Güte halten. Zweifelt man an Gott, dann glaubt man, dass der Segen Verdienst und nicht Gnade ist. Mit einer solchen Einstellung wird man die Zucht auch oft als Gottes Strafgericht ansehen. Aber in Wirklichkeit ist es so, dass Gottes Güte über uns ist. Gottes Wort züchtigt und gibt Anleitung, aber es gibt auch Hoffnung – eine Hoffnung, die weit in die Ewigkeit hinein reicht.
Glauben ist volle Gewissheit. Hebr. 11, 1. Die Hoffnung der Herrlichkeit muss mit Kraft verkündigt werden, die den Herzen derer, die uns hören, volle Gewissheit gibt. Wir arbeiten mit den Menschen, und wir müssen von Dingen überzeugt sein, die sie nicht sehen können. Die Hirten müssen erfüllt sein vom Geist des Glaubens und überzeugend von dem reden, was man nicht sehen kann. Dies muss für uns eine bewusste Arbeit sein. Abraham opferte seinen Isaak und wir müssen auch willig sein, das zu opfern, was wir lieb haben. V. 20–21. Wir können auch segnen durch Glauben.
„Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt (norw.: gewinnen lässt) in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!” 2. Kor. 2, 14. Wir können allezeit Sieg gewinnen! Von diesem Geist müssen die Jugendlichen zu trinken bekommen und von ihm erfüllt werden. Die Menschen sollen einen Wohlgeruch der Erkenntnis wahrnehmen von dem, der siegt. Das ist ein kräftiges Zeugnis. Die Väter müssen mit einer Fülle von Siegesgeist nach Hause kommen, von dem unsere Familien trinken können. Alle Heuchelei muss weggereinigt werden.
„Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt, bis hin zum Tod.” Offb. 12, 10–11. Jetzt können wir siegen wie er, so dass unser Leben einen guten Inhalt bekommt. Wir müssen das Zeugnis des Sieges in unseren Herzen haben und auch die Jugendlichen darin unterweisen, in den guten Kampf des Glaubens einzutreten und in der Kraft des Geistes zu siegen.
„Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott;” Jes. 40, 9. Wir sollen ein Freudenbote Zions sein und die Hoffnung des Evangeliums auf Verwandlung und auf Gleichgestaltung mit dem Sohn verbreiten. Die Kraft dazu, ein Freudenbote Zions zu sein, liegt im lebendig gemachten Geist. Es gibt Grund genug für einen jeden, der seinen Mitmenschen zu wahrem Gewinn sein will, sich selbst zu fragen: Wie wirkt meine Rede? Bin ich selbst lebendig gemacht? Öffnet sich eine Türe im Himmel für die Menschen, zu denen ich spreche oder mit denen ich rede?” Offb. 4, 1.
„Unsere Predigt des Evangeliums kam zu euch nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem heiligen Geist und in großer Gewissheit. Ihr wisst ja, wie wir uns unter euch verhalten haben um euretwillen (Norw. Übers.: um euch zum Nutzen zu sein).” 1. Thess. 1, 5.
Um ein solches Leben zu führen, muss man auf die Annehmlichkeiten eines „Paradies-Lebens” verzichten. Das Sterben Jesu muss auf alle Lüste und Begierden im Fleisch einwirken. Wenn es nicht so ist, wird man zum Prediger und kann den Menschen nicht zur Erlösung und zur Heiligung verhelfen. Viele Menschen haben das Bedürfnis, im Geist kräftig aufgerichtet zu werden – sie müssen von Unglaube und Zweifel rein gewaschen werden, damit Gottes Wort in die Herzen hineinkommen kann und sie ein Überwinderleben mit ihm führen können. Für diejenigen, die sich durch Glaubensgehorsam das Wort zu eigen machen und treu in ihrem Jüngerbund sind, werden sich die Türen hinein in die himmlischen Herrlichkeiten auftun, so dass sie ihr persönliches Eigentum werden.
„Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln, und zu der Versammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut.” Hebr. 12, 22-24.
Zion ist ebenso lebendig und wirklich wie der Sinai. Wir sind zum Berg Zion gekommen. Dort gibt es Helden mit Kriegstrophäen, die Siege errungen haben und während ihrer ganzen Lebenszeit brennend im Geiste waren. Bedenke, in welche Gesellschaft du gekommen bist, und sündige nicht hier und dort in den Winkeln. Am Sinai herrschte eine physische Furcht, Vers 18–20. Auf dem Berg Zion dagegen herrscht eine tief greifende Gottesfurcht. Es befindet sich nur eine „dünne Wand” zwischen uns und den Geistern der vollendeten Gerechten. Die Heiligen leben in der Welt des Geistes und begleiten uns. Sie warten darauf, ihre neuen Leiber zu bekommen, und das geschieht, wenn Jesus zurückkommt. Dann sollen die Toten in Christus zuerst auferstehen! 1. Thess. 4, 16. Wenn die Toten den Lebendigen begegnen, wird der Schlussstein an seinen Platz gesetzt, und wir werden unserem Erlöser begegnen. Das ist ein starker Trost für uns, die wir im Kampf des Lebens stehen.
In Abels Blut lag Rache, aber in Jesu Blut gibt es nur Vergebung. Wir müssen uns in den Verhältnissen des Lebens vom Blut Abels reinigen, so dass wir von aller Rache rein werden, auch wenn wir „Recht” haben. Dann kommen wir in das Blut Jesu hinein. Aufgrund von Gottes schrecklichem Zorn auf die Sünde vermochte das Volk nicht, mit ihm zu sprechen, außer durch Mose. Christus hat uns von diesem Zorn freigekauft, deshalb können wir jetzt die Menschen dazu einladen, sich mit Gott zu versöhnen. Wende dich deshalb nie von der Rede vom Himmel ab, die bewirkt, dass du dein Leben finden und verlieren kannst. Alle Widerspenstigkeit, Sturheit und Größe müssen gekreuzigt werden, damit Christus durch all unser Tun offenbar wird. Dann bekommen wir in allen Verhältnissen des Lebens Frieden wie ein Wasserstrom. Es ist schwierig für einen Gerechten, der ein gutes Gewissen hat, Sünde in einem tieferen Grad zu erkennen, aber dies ist notwendig, wenn eine tiefere Erlösung stattfinden soll.
Lasst uns dankbar sein. In unserem Inneren muss ein „Ehre, Ehre dem ewigen Gott!” erklingen. Er soll Ehre und Preis in alle Ewigkeit bekommen. Er hat Werke für uns bereitet, dass wir darin wandeln und erlöst werden können. Wir werden ein unerschütterliches Reich empfangen. Wenn etwas in dir erschüttert werden kann, dann lass es zu Grunde gehen. Dann bekommst du ein unerschütterliches Reich.
