Am fremden Joch mit den Ungläubigen
„Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen?” 2. Kor. 6, 14-15. Warum geht man mit weltlichen Menschen im Irdischen eine Gesellschaftsgründung ein? Wenn das, mehr Geld zu verdienen, der Beweggrund ist, wird ein solches Leben dich in den meisten Fällen viele Tränen kosten, dir viele Wunden einbringen, und dich sogar dein ewiges Leben kosten können. Gehe kein Verhältnis ein, in dem du in ihren Lauf und in ihren Geist hineinkommst, und du dich an einen Ungläubigen gebunden hast. Glaubst du, dass dies dein göttliches Leben voranbringt? Strecke niemals deine Hände nach etwas aus, das dir die Erde geben kann.
Nachdem man gebunden ist, weil man sich nicht an Gottes Wort gehalten hat, beten viele zu Gott in der Hoffnung, dass Gott für sie - entgegen seinem eigenen Wort - einen leichteren Weg schaffen soll. Ein solcher Gedankengang offenbart ein schlechtes Verständnis und ist das Resultat einer kräftigen antichristlichen Verführung.
„Darum geht aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige Herr. Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.” 2. Kor. 6, 17-18 und 7, 1. Ohne dass wir das Leben ernst nehmen, nimmt Gott uns also nicht an. Die Befleckung des Fleisches geschieht dadurch, dass man mit weltlichen Menschen an einem Joch zieht. Durch Befleckung des Geistes wird man in fremde Lehren hineingetrieben. Man möchte sozusagen zu allen Menschen gut und freundlich sein. Man bekommt überall Applaus und Anerkennung, ist aber nicht so begeistert für diejenigen, die das Licht auf den Leuchter stellen. Hat man keine Kraft, das Licht auf den Leuchter zu stellen, ist man auch kein wahrer Prophet oder Apostel.
„Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben. Und viele werden ihnen folgen in ihren Ausschweifungen; um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit erdichteten Worten zu gewinnen suchen. Das Gericht über sie bereitet sich seit langem vor, und ihr Verderben schläft nicht.” 2. Petr. 2, 1-3.
Wir müssen gottesfürchtig sein. Alle, die Vergebung der Sünden erhalten, aber weiterhin sündigen, sind gottlose Menschen mit einer schlechten Gesinnung. Das sind religiöse Sünder. Solche hatten sich schon zu Zeiten der Apostel eingeschlichen und verkündigten eine falsche Gnade. In unserer Zeit haben sie beinahe die ganze Christenheit übernommen. Heute sind wir fast diejenigen, die sich „hineinschleichen” müssen, um die apostolische Botschaft von Jesus als Hohepriester zu verkündigen. Das zeigt, dass das ganze Verständnis der Christenheit korrupt und durchsäuert ist von Hurentum, und darum geht sie auch zugrunde. Die Gottlosen werden in der Gemeinde Gottes nicht bestehen. Dafür sorgt Gott!
„So wendet nun alle Mühe daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit und in der Frömmigkeit brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird’s euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.” 2. Petr. 1, 5-8. Zuerst muss ich mir Mühe machen, Christi Tugenden anzuziehen. Ohne ein entsprechendes Leben kann ich nicht das wahre Wort Gottes verkündigen und dann kommen die Menschen auch nicht zum Glauben. Es muss uns ins Blut gehen, dass Fleisch und Eigenwille nicht leben sollen. Ein jeder, der Gottes Reich fördern will, muss täglich sein Kreuz auf sich nehmen. Liebst du die Menschen, dann hast du Acht auf dich selbst und die Lehre. Die Tugenden sollen vorhanden sein und sie sollen wachsen.
Wir sind ein königliches Priestertum und dazu berufen, seine Tugenden in zunehmender Fülle zu verkündigen. Das wirkt gut auf die Gemeinde. Prüfe dich selbst, ob es eine ständig wachsende Fülle geworden ist. Ich muss auf die Neige gestellt und aus einem Fass ins andere gegossen werden, so dass ein Veredelungsprozess stattfindet. Jeder von uns muss in Not und Armut stehen, um mehr und mehr am Himmelreich - das sind ja die Tugenden – Teil zu bekommen.
„Darum will ich’s nicht lassen, euch allezeit daran zu erinnern, obwohl ihr’s wisst und gestärkt seid in der Wahrheit, die unter euch ist. Ich halte es aber für richtig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu erwecken und zu erinnern; denn ich weiß, dass ich meine Hütte bald verlassen muss, wie es mir auch unser Herr Jesus Christus eröffnet hat. Ich will mich aber bemühen, dass ihr dies allezeit auch nach meinem Hinscheiden im Gedächtnis behalten könnt.”
2. Petr. 1, 12-15. Sie wussten darum, und auch wir wissen darum. Wie ist es mit dem Erinnern in unserer Verkündigung? Die wach sind, können andere wecken. Das Leben in Gott ist das, was Bedeutung hat. Was hast du in deinem Leben erreicht? Wir werden empfangen nach dem, was durch unseren Leib geschehen ist. Wir müssen offenbar werden und Rechenschaft ablegen für unser Leben. Der du ein Hirte bist: Wie fleißig bist du im Ermahnen? Machst du dir Mühe?
Beim Abendmahl werden wir an Christi Leib und seinen Tod erinnert. Wir werden an den Kampf und die Leiden dessen erinnert, der sich brechen ließ. Lässt man sich brechen, dann entsteht kein Streit und man kann andere zu Gott führen. Unser Verlangen steht nach einer tieferen Fülle von ihm, der gesalbt war wie keiner seiner Mitbrüder.
„Gott aber sei gedankt, dass ihr Knechte der Sünde gewesen seid, aber nun von Herzen gehorsam geworden der Gestalt der Lehre, der ihr ergeben seid.” Röm. 6, 17. Die Gestalt der Lehre, der wir ergeben sind, führt uns zur Freiheit von der Sünde, und dadurch werden wir Gottes Diener. Falsche Lehren befreien nicht von der Sünde. Alles, was die Apostel schreiben, hat damit zu tun, dass wir von der Sünde freigemacht werden sollen. Wir sollen dem Bilde des Vaters gleich gestaltet werden! Das Verständnis und der Sinn der religiösen Menschen verwehren ihnen, den kraftvollen Worten Gottes zu glauben. Deshalb enden sie oft in der falschen Freiheit und verbleiben in ihren Sünden. Denke, etwas so Furchtbares, wie zum Beispiel unter Gottes Rache über die Sünde zu kommen, -zusammen mit gottlosen Menschen, weil man auf dem Weg der Sünder geblieben war. Ps. 1. Dies soll nicht die Zukunft unserer Kinder sein! Wenn dein Leib für den Herrn ist, ist der Herr auch für deinen Leib. Dann haben wir eine starke Hoffnung und Kraft in unserer Verkündigung.
