Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Skjulte Skatter 1938-11 - Der Hebräerbrief, Kap. 7

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Der Hebräerbrief

7. Kapitel

V. 20-22. „Denn jene sind ohne Eidschwur Priester geworden, dieser aber mit einem Eid durch den, der zu ihm sprach: Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks, insofern ist Jesus umso mehr der Bürge eines besseren Bundes geworden.“

Gott konnte in keinster Weise schwören, dass sein Wille durch den Alten Bund und durch Aarons Priestertum ausgeführt würde, da der Dienst des Alten Bundes nur zur Reinheit des Fleisches, das heißt zur äußeren Reinheit, reinigte. All die Sünde im Fleisch saß genauso fest und kam hier und da selbst bei den Besten hervor.

Aber Gott schwor, dass es durch Christus gelingen würde. Er kam mit einem Leib, um den Willen Gottes zu tun. „Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch.“ Röm. 8, 3. Die Sünde im Fleisch wurde verdammt. Sie durfte nie wirksam werden und herrschen, dadurch wurde sie verdammt und starb am Kreuz durch und in Christi Leib. Die Sünde wurde am Kreuz getötet durch den Gehorsam Christi bis zum Tod. Der Fürst dieser Welt bekam nie Anteil an ihm. Daher konnte Gott schwören, dass Jesus ein Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks sein würde.

Christus ist nun Bürge eines besseren Bundes, eines neuen Bundes geworden – für uns, damit es auch uns, seinen Nachfolgern, gelingen soll, den Willen Gottes zu tun, so wie es ihm gelungen ist. Sein hohepriesterlicher Dienst und die Hilfe, die er gibt, sollen so stark auf uns wirken, dass wir Kraft bekommen, den Willen Gottes zu tun und ein Überwinderleben zu führen. Hierfür ist unser himmlischer Hohepriester Bürge, so wahr wir wollen, wie er will.

V. 24. „Dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum.“

Unser Hohepriester tut seinen Dienst von Generation zu Generation. Er hat ein ewiges Priestertum inne. Wo wir das Vollkommene in ihm nicht erreichen, hat er es bereits erreicht und kann uns Gnade und Kraft zu rechtzeitiger Hilfe geben. Denn die Gnade herrscht durch Gerechtigkeit und zu Gerechtigkeit für jeden, der von ihr Gebrauch macht zum ewigen Leben.

V. 25 „Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.“

Es ist also eine persönliche Sache für jeden Einzelnen. Gott will keine Diener haben, die ihren Dienst aus Zwang tun. Alles geht nach dem vollkommenen Gesetz der Freiheit.

V. 28. „Denn das Gesetz bestellt Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit haben; das Wort des Eidschwurs aber, der nach dem Gesetz gekommen ist, einen Sohn, vollendet in Ewigkeit.“ (ELB)

Und seine Vollendung besteht darin, dass er die Sünde durch das eine Opfer weggenommen hat, damit auch wir durch seinen Sieg über die Sünde dazu tüchtig gemacht werden, diese zu überwinden. Dies führt auch bei uns zu einem Überwinderleben. Wenn wir dann versucht werden, dann sagen wir „nein“ zur Sünde. Dazu bekommen wir Gnade und Kraft durch das Wort des Eidschwurs.