Die letzte Rede von J. O. Smith
Das gemeinsame Heil. Das ist die Vergebung der Sünden. Aber als Judas schrieb, hielt er es für nötig, sie daran zu erinnern, dass sie für den Glauben kämpften, der den Heiligen gegeben ist. Wir müssen die Kräfte im Auge haben, gegen die wir zu kämpfen haben.
„Weh ihnen! Denn sie gehen den Weg Kains und fallen in den Irrtum des Bileam um Gewinnes willen und kommen um in dem Aufruhr Korachs.“ V. 11.
Es ist bemerkenswert zu sehen, dass ein Mensch, sobald sich das Licht Gottes für ihn offenbart, Neidern begegnet. Das ist der Weg Kains. Wir wissen, wie Kain und Abel dem Herrn opferten, und sehen, dass der Herr Abels Opfer gnädig ansah. Dies brachte Kain dazu, Hass zu hegen, sodass er sogar seinen eigenen Bruder totschlug. Da fing der Weg Kains an.
Wir sehen die Geschichte Josephs. Er bekam durch Träume Offenbarungen von dem, was kommen sollte. Gott war mit ihm und gab ihm Licht. Darum wurde er von seinen Brüdern „der Träumer“ genannt. Sie sagten auch: „Kommt nun und lasst uns ihn töten.“ Aber Juda griff ein und schlug vor, ihn als Knecht nach Ägypten zu verkaufen und rettete auf diese Weise sein Leben. Daher kam auch Gottes Segen über Juda und sein Geschlecht. Joseph wurde vom Weg Kains bis ins Haus Potiphars und ins Gefängnis verfolgt. Überall begegnete er Neidern, doch seine Träume gingen in Erfüllung, denn der Herr war mit ihm und der Segen ruhte über ihm.
Wir können auch von Mose lesen, wie er vor Korah und dessen Leuten steht. Sie gehen den Weg Kains und sind voller Neid. Ihr Neid treibt sie zum Aufruhr. Sie sagen: „Sind Mose und Aaron mehr als wir? Mose hat sich angemaßt, über uns zu herrschen.“ Doch was sollen wir dazu sagen? Mose war ja nur ein Werkzeug, das Gott zu seinem Werk gebrauchte. Wir können ja nichts dafür, dass der Herr uns gebraucht. Der Segen des Herrn war über Mose, während Korah und sein Haus von der Erde verschlungen wurden und lebendig zu den Toten hinunterfuhren. Es ist nichts anderes als der Weg Kains, der sie zur Widerspenstigkeit treibt.
Und dann gibt es den Irrtum Bileams. Es gibt viele Prediger, die gut waren und gut geredet haben, doch sie haben gegenüber schändlichem Gewinn nachgegeben und den richtigen Weg verlassen und den Weg Kains eingeschlagen. Schändlicher Gewinn treibt sie dazu, Neid zu hegen. Der Weg Kains war Neid, während Bileam Gewinn liebte, und darum wurde er auf Irrwege geführt.
Daniel begegnete ebenfalls seinen Neidern, die den Weg Kains gingen. Sie warfen ihn in die Löwengrube und wollten ihn umbringen, aber der Herr errettete ihn aus dem Rachen der Löwen und machte es so, dass er über alle seine Neider gesetzt wurde. Es lohnt sich nie, den Weg Kains zu gehen.
Jesus wurde auch um Neides willen gekreuzigt. Diese Neider, die Jesus kreuzigten, ließen nicht ab. Sogar nachdem er begraben war, kamen sie und wälzten einen großen Stein vor das Grab, den sie gut versiegelten. Sie gingen den Weg Kains.
Ich möchte allen besonders ans Herz legen, unsere Feinde in unserem Fleisch im Auge zu haben. Bewahre das „Urim und Tummim“, das ist Licht und Recht, das wir bekommen haben. Darin liegen die Salbung und das prophetische Wort. Denn der Weg Kains verläuft genau neben uns, und wir müssen uns sehr davor hüten, auf ihn zu kommen. Wir müssen das prophetische Wort in unserem Herzen bewahren, und Gottes Segen wird mit uns sein.
