Horten, den 25. Februar 1943
Lieber Bruder Sigurd Bratlie!
Friede!

Vielen Dank für deinen lieben Brief.

Über die eherne Schlange steht geschrieben: Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden. Diese eherne Schlange ist nicht weniger als der Menschensohn geoffenbart im Fleisch. Eherne Gegenstände werden in der Bibel häufig verwendet, wo von Gericht die Rede ist. Gott verdammte die Sünde im Fleisch. Das wurde den Menschen zur Errettung, die gebissen worden waren von den Seraph-Schlangen, die überall dort zubissen, wo immer sie Menschen trafen, die gesündigt hatten und somit sündiges Fleisch hatten. Und in der Gestalt des sündigen Fleisches wurde die Sünde verdammt. Jeder, der sündigt, hat ein sündiges Fleisch, doch jeder, der nicht sündigt, aber dennoch Sünde in seinem sterblichen Fleisch hat, befindet sich in der Gestalt des sündigen Fleisches, genauso wie Jesus.

Was lernen wir nun daraus? Wir lernen, dass Gott den Menschensohn (Christus geoffenbart im Fleisch) genauso erhöht, wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat. Es ist diese Erhöhung durch Gott, die die Menschen so eifrig zu zerstören trachten, und sie glauben, mit dieser Arbeit Gott einen Dienst zu erweisen. Dennoch verehrten die Kinder Israel später die eherne Schlange als Gott und räucherten ihr, sodass sich König Hiskia gezwungen sah, die eherne Schlange zu zertrümmern. 2. Kön. 18, 4.

Du fragst, ob sich mein Sehvermögen gebessert hat, aber das ist nicht der Fall. Ich muss die Briefe diktieren, die geschrieben werden sollen, und schreibe nur meinen Namen selbst.

Ich freue mich sehr, von der Arbeit in Westnorwegen zu hören, und es ist gut, wenn du ab und zu einen Brief darüber schickst. – Ich war neulich in Drøbak, wo wir vier gute Versammlungstage hatten. Am kommenden Montag habe ich vor, nach Nestegården bei Vikersund zu fahren, um Bibelstunden zu halten und mit den Geschwistern zu sprechen.

Nun wünschen wir dir alles Gute und sei herzlich gegrüßt von uns allen hier. Grüße die Geschwister.

Dein Bruder

J. O. Smith