Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1941-11 - Gottes Ehre und Macht

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Gottes Ehre und Macht

Offb. 4, 9-11. Wir können sagen, dass die lebendigen Wesen das Leben sind, das alle und alles durchströmt. Die lebendigen Wesen haben ihr Leben empfangen von ihm, der auf dem Thron sitzt, und nun fallen sie vor ihm nieder und geben ihm Preis und Dank und Ehre, denn ohne ihn hätten sie kein Leben gehabt, für das sie hätten danken können. Wenn die vierundzwanzig Ältesten sehen, dass die lebendigen Wesen dem, der auf dem Thron sitzt, danken, gedenken sie dessen, woher sie gekommen sind und wie groß Gott sie gemacht hat. Dann werfen sie ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprechen: „Würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen!“

Hieraus sehen wir, wie die Höchsten der ganzen Schöpfung – sowohl die lebendigen Wesen als auch die Ältesten – wenn sie vor ihm stehen, der auf dem allerhöchsten Thron sitzt, in Ohnmacht und Bewunderung vor der großen Herrlichkeit und Macht ihres Schöpfers niederfallen und ihn in Geist und Wahrheit anbeten und ihre Kronen niederwerfen vor ihm, der ihnen das Leben und die Fähigkeit gab, ihre Kronen zu gewinnen. Hiermit machen sie deutlich, dass alle Kreatur, über die sie als Regenten eingesetzt sind, mit ihnen schuldig ist, sich auf ihr Angesicht zu werfen und all ihre Würde zu Füßen dessen abzulegen, der auf dem Thron sitzt.

Kein erschaffenes Wesen fällt durch seine eigene Gottesfurcht und durch seine eigene Initiative und mit seiner eigenen Energie nieder und betet ihn an, der auf dem Thron sitzt. Die Wirkung muss von ihm ausgehen, der auf dem Thron sitzt. Er muss ihnen den Respekt und die Liebe einflößen, die nötig sind, um ihn lieben, ihn fürchten und vor ihm niederfallen und all ihre Würde zu seinen Füßen ablegen zu können. Daher steht geschrieben:

„Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.“ Offb. 4, 5.

Wenn der, der auf dem Thron sitzt, allen Geschöpfen Respekt, den Geist der Furcht und Ehrerbietung einflößen will, dann lässt er es um sich herum donnern und blitzen, und die ganze Natur erzittert vor seinem Angesicht. Dann bekommt das Erschaffene ein Gefühl dafür, dass es nur erschaffen ist und dass der, der es erschaffen hat, derjenige ist, der vermag, ein solches Gewitter mit Blitzen aus allerlei Richtungen zu schicken, dass es die verborgenen Gedanken und Gesinnungen des Herzens trifft. Darüber hinaus setzt er vor den Thron als Beweis für seine gewaltige Macht sieben Feuerfackeln, welche die sieben Geister Gottes sind, und wer muss vor ihnen nicht erzittern?

Höre nun, welche diese sieben Geister Gottes sind. Sie ruhten über dem Meister, Jesus Christus. Es ist der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn. Jes. 11, 2.

Diese Feuerfackeln erforschen Herzen und Nieren, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wenn nun diese sieben Geister Gottes zusammen mit dem Gewittergrollen, den Feuerblitzen und den Stimmen auf die vierundzwanzig Ältesten einen tiefen Eindruck machen, dann legen diese in Ehrerbietung ihre Kronen und all ihre Würde vor ihm, der auf dem Thron sitzt, nieder.

Dies ist an uns geschrieben, und alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. 2. Tim. 3, 16-17.

Bedenke, du eitler Mensch, wenn du in deiner Einbildung meinst, etwas zu wissen, dann hast du im Hinblick auf das Obenstehende noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll. Lege daher deine eingebildete Krone nieder, sonst wird er, der auf dem Thron sitzt, dich mit seinem Donner und seinen Blitzen und den sieben Feuerfackeln so kräftig bearbeiten, dass sie herunterfällt. Doch dann hast du die Würde nicht erreicht, die die vierundzwanzig Ältesten innehaben, die im Lauf ihres ganzen Lebens in dem Geist gelebt haben, dass sie ihre Kronen zu dessen Füßen niederwarfen, der auf dem Thron sitzt.