Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1941-11 - Johan Oskar Smith, 70 Jahre

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan Oskar Smith, 70 Jahre

Am 11. Oktober feierten wir im Saal in Horten den 70. Geburtstag unseres teuren Bruders. Ja, an zwei Tagen, Samstag und Sonntag, erlebten wir ein kostbares und einzigartiges Zusammensein.

Aufgrund der Rationierung war es ja nicht so einfach, zu einem Fest einzuladen. Doch die Liebe Christi, die gerade durch das Leben und das Opfer und das Wirken dieses Fürsten in unseren Herzen Raum bekam, und die Dankbarkeit hierfür erlaubten uns ja nicht, zuhause zu bleiben. Alles zusammen ging wie von selbst. Einige Brüder kamen den weiten Weg von Bergen und Stavanger, und ansonsten kamen Geschwister aus vielen Orten, sowie auch Telegramme und Geschenke. Alles zusammen war – obwohl es viel war – dennoch nur ein schwacher Ausdruck für die tief begründete und eingewurzelte Liebe, mit der Br. Smith landauf, landab, wie auch im Ausland von seinen lieben Geschwistern geliebt, geachtet, respektiert und geschätzt wird. Denn diese Geschwister wurden durch seine Treue und seinen großen Einsatz, direkt oder indirekt, zu Licht, Kraft und Sieg, ja, zu ewigem Glück geführt.

Es ist kein gewöhnlicher Mann, dessen 70. Geburtstag wir feierten!

Es war der 70. Geburtstag von einem der Fürsten Christi, eines Reformators!

Durch seine Treue sind wir sowohl aus Knechtschaft als auch aus falscher Freiheit, Oberflächlichkeit und Menschenwerk gerettet worden – und kamen hinein in die wahre Freiheit Christi und in wahres Gemeindeleben und wahre Geistesgemeinschaft, ja, auf den Weg der Heiligung und auf diesem weiter voran.

Br. Smith hat einen Kampf auf Leben und Tod gegen falsche Freiheit gekämpft, die, gleich nachdem die Pfingstbewegung entstanden war, stark um sich griff. Während man auf der ganzen Linie danebenlag und in die Irre ging, hielt Br. Smith fest an der Wahrheit und dem Licht, das Gott ihm offenbarte. Durch seine Treue vermochte er, ganz alleine gegen die Religiosität im ganzen Land standzuhalten. Während Kreise der „Inneren Mission“ und ähnliche Richtungen der Meinung waren, dass es nicht möglich sei, über die Sünde zu siegen, behaupteten die Geschwister von der Pfingstgemeinde und von den sogenannten „Freien Versammlungen“, dass sie mit allem zusammen fertig seien, mit allem, was Sünde heißt, in jeglicher Hinsicht. Und so kam die Lehre auf, dass „der Leib der Sünde weggenommen sei“. Diese törichte Lehre ist durch Gottes Gnade kurz und klein geschlagen worden, sodass das Licht Gottes vielerorts im Land klar scheint.

Br. Smith hat durch die Gnade Gottes, durch seine unerschütterliche Treue und seine selbstlose Aufopferung geschafft, was die meisten Wegbereiter nicht schafften, nämlich wirkliche Nachfolger und nicht nur Anhänger hervorzubringen. Er hat Söhne gezeugt, die in derselben Spur gehen.

Welch überströmend glückliche Seelen, die einen solchen Wegleiter bekommen haben, einen, der selbst den Weg geht und der anderen helfen kann, auf diesem gesegneten Weg des Kreuzes nachzufolgen!

Die Wirksamkeit von Br. Smith ist ausgesprochen biblisch. Sie hat sich wie das Senfkorn entwickelt. Es ist nach der Weise des Sauerteiges gegangen! Am Anfang wandte er sich in Aufrichtigkeit und Erwartung an solche, von denen er dachte, dass sie ihn verstehen könnten. Jedoch alle widerstanden der Wahrheit, alle ohne Ausnahme. In diesem Punkt wurde er enorm gepfrüft: mehr an Gott zu glauben als an alle anderen zusammen! Er bestand diese Prüfung! Gelobt sei Gott! Dann fand er einen hier und einen dort, der ein Ohr und ein Herz für die Wahrheit hatte. Als dann etwas Zeit vergangen war, wurde eine Stube voll, und so begann es sich auszubreiten von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf. Es kamen treue Mitarbeiter hinzu und ab dem Jahr 1912 wurde das Monatsblatt „Skjulte Skatte“ herausgegeben. Es ist die ganze Zeit gleichmäßig und stetig vorwärtsgegangen, und das tut es weiterhin. In Dänemark gibt es im ganzen Land verteilt Geschwister, die Gott für das Licht und all die Hilfe preisen, die sie durch Br. Smith bekommen haben, und in Schweden und den USA gibt es auch einige.

Br. Smith sprach an seinem 70. Geburtstag von dem großen und wichtigen Einsatz seiner Frau und aller guten Mütter in ihren Familien. Die Mütter bauen das Heim, während die Brüder die Gemeinde bauen. Die Schrift spricht davon, nicht das Gebot der Mutter zu verlassen. Die Mütter pflanzen ein Gebot in die Herzen der Kinder.

Mehrere Brüder sprachen von dem großen Unterschied zwischen dem, Bahnbrecher zu sein und dem, Nachfolger zu sein. In diesem Licht gesehen, konnten wir Br. Smiths kraftvollen und wertvollen Einsatz erahnen.

Der große Wunsch von uns allen ist, dass er noch lange unter uns leben möge. Denn obwohl der Leib anfängt, schwach zu werden, ist doch der Geist unverändert stark und lebendig, und sein Dienst ist weiterhin gesegnet und wertvoll.

Im Übrigen übertrifft das Ganze jede Beschreibung. Erst an jenem Tag werden wir alle das ganze Ausmaß erfahren! Ehre sei Gott in der Höhe!