Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1941-09 - Hochachtung vor der Gemeinde

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Hochachtung vor der Gemeinde

„Wenn ich aber erst später komme, sollst du wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, das ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit.“

Respekt vor Gottes Gemeinde. Der Geist der Furcht sei über jedem, der in Gottes Gemeinde redet. Jeder, der redet, rede als Gottes Wort. Er hat Verantwortung gegenüber Gott und Menschen. Es sollte niemand aufstehen und in der Gemeinde des lebendigen Gottes reden, bevor er nicht das Treiben des Geistes dazu vernimmt. Jesus sagt: „Das Wort, das ich rede, ist Geist und Leben.“ Und die Gemeinde erwartet von jedem, der redet, Geist und Leben zu hören. Der Geist streitet gegen das Fleisch und das Fleisch streitet gegen den Geist. Dieser Streit muss in der Gemeinde deutlich sichtbar werden. Verflucht ist jeder, der sein Schwert aufhält, dass es nicht Blut vergießt. Das Schwert des Geistes scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der verborgenen Gedanken und Sinne des Herzens. Dadurch wird das Zeugnis Jesu Christi – Geist, Wasser und Blut – der Gemeinde klar vor Augen geführt, und jeder muss sich davor beugen. Alle auf Unterhaltung ausgerichtete Rede ist nur ein Werben um die Gunst des Fleisches und muss aus Gottes Gemeinde verbannt werden. Die Rede zu verlängern, nachdem der Geist aufgehört hat zu wirken, ist nur Redesucht, und diese Art von Sucht darf in der Gemeinde des lebendigen Gottes nicht vorkommen.

Geldbettelei zu betreiben, verborgen oder offenbar, ist Habsucht, die wiederum Götzendienst ist. Und das ziemt sich dort nicht, wo der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit repräsentiert werden sollen; denn man kann nicht Gott und dem Mammon dienen. Die Gemeinde sollte durch die Verkündigung des Wortes Gottes davon wissen und dafür aufmerksam sein, dass jeder, der unter ihnen Gottes Wort verkündigt, wie ein Ochse ist, der pflügt. Und wenn er imstande ist, ihnen geistliche Güter zu geben, ist es dann etwas Großes, wenn er etwas von den zeitlichen Gütern empfängt? Wenn das ohne Bettelei nicht klappt, ist entweder der Verkündiger des Wortes fehl am Platz oder die Gemeinde ist schläfrig, träge und geizig. Denn Gott hat gesagt: Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert und Gott wird den ehren, der ihn ehrt.

Also, fort aus der Gemeinde des lebendigen Gottes mit allem, was dem heiligen Namen Gottes Schande bringen kann. Der Böse soll aus Gottes Gemeinde verwiesen werden. Der Älteste in jeder Gemeinde hat darüber zu wachen, dass alles korrekt vor sich geht. Die Gemeinschaft des Geistes muss in Liebe aufgebaut werden, sodass jedes einzelne Glied in der Gemeinde Nahrung bekommt und sich zu Hause fühlt. Niemand sollte Reden halten, die über das Licht und die Gnade hinausgehen, die er im Augenblick bekommt. Lange Reden und lange Gebete wirken geisttötend, und da alles, was man sich in der Gemeinde vornimmt, der Erbauung dienen soll, muss alles entfernt werden, was außerhalb dieser geschieht.