Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1941-08 - Der Hebräerbrief, Kap. 13

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Der Hebräerbrief

13. Kapitel

V. 1. „Bleibt fest in der brüderlichen Liebe!“ Diese Ermahnung sagt uns, dass wir uns selbst der brüderlichen Liebe befleißigen können. Und das muss man tun, denn das ist Jesu Christi Gebot. Wenn die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe erkalten. Sei deshalb gerecht gegenüber den Brüdern. Trage du deinerseits dazu bei, die Brüderschar mit dem Gesetz Christi von der Liebe zu durchsäuern. Dadurch nimmt die Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn und der Gemeinde zu. Das Reich Gottes blüht und der Friedefürst kann unter uns herrschen.

V. 2. „Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“

Stelle dein Haus gerne und ohne Murren zur Verfügung. Unterstütze die Diener des Worts und andere, die eine Unterkunft benötigen. Wir leben nur einmal, und der Tag, der verging, kommt nie wieder. Tu daher Gutes, solange du lebst, denn jeder wird nach seinen Werken belohnt. Ohne es zu wissen, hatten manche Engel beherbergt, und ohne es zu wissen, kannst du Diener Gottes in dein Haus aufnehmen, die dir und deiner Familie zum ewigen Segen werden können. Denn es heißt: Wer den aufnimmt, den ich sende, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt meinen Vater auf.

V. 4. „Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen.“ Das heißt, halte die Ehe frei von der Befleckung des Fleisches und des Geistes, sodass die Liebe im Geist nicht in eine Liebe nach dem Fleisch ausartet. Hier muss man wachen.

V. 5. „Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.“

Die Geldgier ist eine Wurzel allen Übels. Durch sie wird die Ungerechtigkeit herrschen und das Öl der Freude verschwindet. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis. Der Geldgierige kann keine gute Gabe und keine vollkommene Gabe geben. Deswegen sät er kärglich und wird kärglich ernten.

Nabal wurde vom Herrn geschlagen, sodass er wegen seiner Geldgier starb, während seine Frau gesegnet wurde, weil sie David und seinen Männern rechtzeitig mit Essen entgegenkam. Soll deine Gerechtigkeit in Ewigkeit feststehen und soll dein Andenken gesegnet sein, dann streue aus von dem, was du hast, solange du lebst; denn im Totenreich kann niemand etwas Gutes tun. Im Übrigen sind das Silber und das Gold des Herrn. Und wenn du etwas hast, dann hast du eine Gnadengabe bekommen, über die du in Treue haushalten sollst. Wir sollen einander mit unseren Gnadengaben dienen. Wenn wir dann genügsam leben, dann ist nicht so viel nötig. Gottesfurcht mit Genügsamkeit ist ein großer Gewinn!

V. 7. „Gedenkt eurer Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt dem Beispiel ihres Glaubens.“

Nachdem gerade von Geldgier die Rede war, redet er nun davon, der Lehrer zu gedenken – die ihnen das Wort Gottes gesagt haben. Das ist dasselbe, als ob er sagen will: Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Niemand kann Gottes Wort verkündigen, ohne ausgesandt zu sein. Und wenn sie dir geistliche Güter geben, ist es dann etwas Großes, wenn du etwas von deinen irdischen Mitteln gibst?

Wenn du ihr Ende anschaust, dann folge ihrem Glauben nach. Nicht alle haben dieselben Werke; aber alle haben Glauben. Diejenigen, die dir Gottes Wort sagten, folgten ihrem Glauben. Und du, der du nicht ausgesandt bist, aber gottesfürchtig lebst, du folgst deinem Glauben und hast, wenn du ihr Ende ansiehst, die zum Vorbild, die dir Gottes Wort gesagt haben. Ehe das Ende da ist, ist ja jede Saat in Gefahr bis zur Ernte.