Der Hebräerbrief
12. Kapitel
V. 22. „Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln.“
Die Stadt des lebendigen Gottes ist die Braut, Offb. 21. Der Berg Zion ist die Stadt im Geist, die nicht erschüttert wird. Die vielen tausend Engel sind die ungeheuer große Hilfe, die für alle, die glauben, in Wirksamkeit ist. Diese Hilfe kann man fühlen und vernehmen.
V. 23. „Zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, (V. 24) und zu dem Mittler des Neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut.“
Hier haben wir die tiefe Ruhe, in die einige eingehen werden – eine Ruhe bei der Festversammlung, bei Gott, dem Richter über alle, bei dem Mittler des Neuen Bundes und durch das Blut der Besprengung. Können wir hier nicht voller Vertrauen ruhen? Ist Satan nicht vom Angesicht Gottes und Christi hinabgestürzt worden? Ist er hier nicht überwunden? Doch, sei sicher, ruhe du nur ganz geborgen.
V. 25. „Seht zu, dass ihr den nicht abweist, der da redet. Denn wenn jene nicht entronnen sind, die den abwiesen, der auf Erden den Willen Gottes verkündete, wie viel weniger werden wir entrinnen, wenn wir den abweisen, der vom Himmel her redet.“
Seht zu, dass ihr nicht ihn abweist, der redet. Das ist der Mittler, Jesus Christus. In ihm liegen alle Herrlichkeiten, die er uns geben will. Er redet vom Himmel her, nachdem das Opfer gebracht ist, sodass die ganze Fülle der Gottheit in ihm wohnt. Wir werden nicht entrinnen, wenn wir uns von seiner klaren Rede abwenden.
Gott redete durch Mose von der Erde, ehe Christi Leib geopfert war, und diejenigen, die seine Rede nicht hören wollten, bekamen ihre wohlverdiente Strafe. Wieviel mehr dann die, die den abweisen, der vom Himmel redet. Das ist die Rede vom Himmel, die uns in die Ruhe im himmlischen Kanaan hineinführt und uns in Verbindung mit allen himmlischen Herrlichkeiten bringt.
Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber will er erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.
V. 28. „Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein.“
