Friede!
Mit Betrübnis habe ich dein Rundschreiben über Briefmarken und Bücher gelesen. Damit wird – in guter Absicht – ein finanzieller Druck auf die Gemeinde ausgeübt. Gottes Reich lebt und gedeiht ohne solchen Tanz um das goldene Kalb.
Gottes Diener leben von den Vorratskammern Gottes, und diese sind nicht leer. Man muss sich nur genügen lassen an dem, was er gibt, und darf keine Ansprüche stellen. Briefmarken und dieser Druck mit den Büchern sind außerhalb von Christi Leib und Gottes Wirkungen. Das ist zur Schande für den Namen Gottes, und man empfindet es als abstoßend. Ich weiß, dass du sehr eifrig bist für Gottes Reich – doch ohne ausreichende Einsicht und Erfahrung. Daher will ich dir keinen Vorwurf machen, sondern dir raten, mit aller Propaganda in der Gemeinde für Briefmarken und Bücher aufzuhören. Es genügt, wenn man bekannt macht, dass diese und jene Bücher erhältlich sind usw. – mehr nicht. Alles darüber hinaus ist vom Bösen – d. h. es ist Menschenwerk.
Ich habe soeben auch an Br. Aslaksen hierüber geschrieben. Die Rundschreiben sollten so schnell wie möglich widerrufen werden; du weißt selbst, wem du sie geschickt hast. Hier in Horten werden wir nicht darauf eingehen.
Wir verkündigen das Wort des Glaubens. Das Rundschreiben erinnert sehr an Sorge um den Lebensunterhalt und an Unglauben. Der Gerechte aber wird aus Glauben leben. Auf diese Weise gehen wir in die Ruhe ein von unseren Werken. Diese Ruhe wünsche ich dir, mein lieber Bruder.
Dein ergebener Br.
J. O. Smith