Freudenöl
Alles Öl bewirkt Freude. Zuerst das natürliche Öl, dann das geistliche.
Wenn eine Uhr gereinigt und mit gutem Öl geschmiert wird, dann wird sie leichtgängig, und der Uhrmacher freut sich. Wenn ein Schiff auf seine Höchstgeschwindigkeit getestet werden soll, gießt man Öl auf die Kolben und Lager, um Reibung zu vermeiden. Ein Mechaniker kann nicht ohne Öl auskommen. Tüchtige Generäle und Admirale können ohne Öl nichts ausrichten. Alle Mechanismen in Kanonen und Handfeuerwaffen müssen blankgeputzt und mit Öl geschmiert sein. Ein wenig Rost und das Ganze blockiert.
Soweit zum natürlichen Öl. Wie gut und wohltuend ist es doch, wenn alles sauber und geschmiert ist. Dann freuen sich alle, und alles funktioniert zufriedenstellend.
Nun steht von Jesus geschrieben: „Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen.“ Hebr. 1, 9. Es gibt also etwas, das Freudenöl heißt. Wo sind dessen Quellen?
Es steht geschrieben, dass wir den Heiligen Geist nicht betrüben sollen. Wenn es so geschrieben steht, dann ist es ganz klar, dass wir dem Heiligen Geist Freude machen können. Diese Freude fällt auf uns selbst zurück, und dies ist Freudenöl, mit dem wir gesalbt werden, wenn wir die Gerechtigkeit lieben und die Ungerechtigkeit hassen. Hier haben wir das Geheimnis der Freude Jesu.
Wenn manche Geschwister dasitzen und den Kopf hängen lassen und in den Versammlungen nie etwas sagen, dann ist ihr Mechanismus geistlich gesprochen verrostet, und es fehlt ihm an Öl. Sie haben selbst keine Freude und sind nicht fähig, andere froh zu machen. Sie hassen nicht die Ungerechtigkeit und sie lieben nicht die Gerechtigkeit, wie man es tun sollte, und so bleibt das Öl aus und die Maschinerie stoppt von selbst.
Wenn die Türen quietschen und knarren und die Türschlösser schwer gehen, dann fehlt es an Öl. Und wenn die Geschwister träge und schläfrig werden, dann fehlt es an Freudenöl. Salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst! „Wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der Herr den Segen und Leben bis in Ewigkeit.“ Ps. 133.
