Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1941-02 - Gottes Wohnungen

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Gottes Wohnungen

Seit dem Sündenfall, als Satan im Menschen Wohnung nahm, hat Gott auf alle mögliche Weise versucht, eine Wohnung im Herzen des Menschen zu finden. In der einen und anderen gottesfürchtigen Seele ist es ihm gelungen, Raum zu finden. Aber aufgrund der Schwachheit des Fleisches ist der Platz immer sehr knapp gewesen. Paulus bittet die Korinther, ihre Herzen weit zu machen, denn es war eng. Es war schwierig für den Apostel, bei ihnen Raum zu finden.

Von Judas steht geschrieben: „«Seine Behausung soll verwüstet werden, und niemand wohne darin», und: «Sein Amt empfange ein andrer.»“ Apg. 1, 20. Das Amt Gottes und die Wohnung Gottes gehören zusammen.

Es ist das Werk von Gottes Geist, uns zu einer Wohnung Gottes zu erbauen. Lies Eph. 2, 19 ff:

„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr miterbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.“

Hieraus sehen wir, dass jeder persönlich eine Wohnung Gottes ist und dass wir zusammen mit den anderen zu einem heiligen Tempel in dem Herrn heranwachsen. Dass die Wohnungen untereinander eins sind im Herrn, geht deutlich hieraus hervor. Das ist die Einheit der Gemeinschaft im Herrn, ob wir alleine oder versammelt sind.

Durch den Fall kam die Sünde in Leib, Seele und Geist hinein. Daher steht in Jak. 4, 5: „Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Mit Eifer wacht Gott über den Geist, den er in uns hat wohnen lassen, und gibt umso reichlicher Gnade.“

Unser Menschengeist ist durch den Fall auch unter das Gesetz der Sünde und des Todes gekommen. Der Geist, den Gott in Adams Nase blies, als er zu einer lebendigen Seele wurde, ist auch von Satan verdorben worden. Darüber ist Gott voll brennenden Eifers, daher gibt er uns eine kräftige und große Gnade in unserem Befreiungskampf aus der Macht und Herrschaft Satans.

Wir stehen unter der Beeinflussung des zweiten Adams, der zu einem Geist wurde, der lebendig macht. Er, der Hohepriester Jesus Christus, hat den Auftrag bekommen, unseren Menschengeist lebendig zu machen. Denn er ist selbst getötet nach dem Fleisch, wurde aber lebendig gemacht nach dem Geist. Dieselbe Vorgehensweise wendet Jesus Christus bei uns an.

Auf diese Weise werden wir zu einer Wohnung Gottes im Geist gemacht.

Die Engel, die ihren himmlischen Rang nicht bewahrten, sondern ihre Behausung verließen, hat er für das Gericht des großen Tages mit ewigen Banden in der Finsternis festgehalten.

Hieraus sehen wir, dass die gefallenen Engel ihre eigene Behausung verließen. Der Wille Gottes ist, dass Engel und auch Menschen in ihrer Behausung bleiben sollen. Darum begehrt Gott mit Eifer den Geist, den er in uns hat wohnen lassen, denn wenn Gott in den Geist des Menschen hineinkommt, dann wird dieser nicht allein bewahrt, sondern auch lebendig gemacht.

Warum eifert Gott so sehr darum, unseren Menschengeist lebendig zu machen? Warum sollen wir eine Wohnung Gottes im Geist werden? Gott muss damit eine Absicht haben?

Ja, Gott ist Liebe, er will das Bestmögliche aus uns Menschen machen. Eine nähere Erklärung kommt in Offb. 21:

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.“

Auf der neuen Erde werden die Menschen, die zu einer Wohnung Gottes geworden sind, unter den Menschen sein. Diese Wohnungen Gottes gehören zur Stadt, dem neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkam. Die Völker werden in ihrem Licht wandeln. Offb. 21, 24. Das sind die erretteten Völker, die nicht erreicht haben, Behausungen Gottes zu werden, doch sie haben den Namen des Herrn angerufen, sodass sie errettet wurden. Aber der Wille Gottes, der Wandel im Willen Gottes, der unsere Heiligung ist, das sind für diese Völker unbekannte Dinge. Doch den Wohnungen Gottes ist der Wille Gottes wohlbekannt. Sie haben sich darin geübt, im Licht zu wandeln, wie er im Licht ist. Dadurch hat das Blut Jesu Christi sie von aller Sünde reinigen können und sie zu Behausungen Gottes machen können.

Sie haben überwunden und werden alles ererben. Offb. 21, 7.

Wenn die Erlösung so wertvoll ist, dann lasst uns alle Mühe daran wenden, um so viel Erlösung wie möglich zu erreichen, während wir hier als Fremdlinge wandeln.