Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Skjulte Skatter 1937-05 - Ein Stein riss sich los von dem Berg

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Ein Stein riss sich los von dem Berg

Dan. 2, 34 und 45

Alles geht natürlich vor sich, nichts geschieht zufällig. Wenn sich große Steinmassen lösen und vom Berg herabstürzen, dann hat das seinen Grund darin, dass sich viele Jahre zuvor Risse gebildet haben, und dann kommt die Katastrophe.

Der Stein, der sich hier ohne Zutun von Menschenhänden losriss, traf das Bild an den Füßen, die aus Eisen und Ton waren, und zermalmte diese. „Da wurden miteinander zermalmt Eisen, Ton, Kupfer, Silber und Gold und wurden wie Spreu auf der Sommertenne, und der Wind verwehte sie, dass man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild zerschlug, wurde zu einem großen Berg, sodass er die ganze Welt füllte.“

König Nebukadnezar sah in seinem Gesicht ein großes Bild; es war ein gewaltiges Bild und sein Glanz außergewöhnlich. Es stand vor dem König, und sein Anblick war furchterregend.

Daniel deutet den Traum und sagt: Du, König, bist das Haupt aus Gold! „Nach dir aber wird ein anderes Reich aufkommen, geringer als du; und ein nachfolgendes drittes Königreich, das eherne, wird über die ganze Erde herrschen. Und ein viertes Königreich wird sein, so stark wie Eisen; ebenso wie Eisen alles zermalmt und zertrümmert, und wie Eisen alles zerschmettert, so wird es auch jene alle zermalmen und zerschmettern.

Dass du aber die Füße und Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen bestehend gesehen hast, bedeutet, dass das Königreich gespalten sein wird; aber es wird etwas von der Festigkeit des Eisens in ihm bleiben, gerade so, wie du das Eisen mit lehmigem Ton vermengt gesehen hast.“

„Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen; ganz so wie du gesehen hast, dass sich von dem Berg ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden losriss und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott hat den König wissen lassen, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung steht fest!

Da fiel der König Nebukadnezar auf sein Angesicht.“

Der Berg ist das Menschengeschlecht. Aus diesem Menschengeschlecht lösen sich der „Menschensohn“ und alle, die seinem Bild gleichgestaltet und ein Leib mit ihm werden – alle, die zu ihm kommen und lebendige Steine werden. Ebenso wie Jesus Christus von den Menschen verworfen wurde, so werden auch diejenigen, die zu ihm kommen und lebendige Steine werden, von den Menschen verworfen. Aber sie werden kostbar für Gott. Dass man von Menschen verworfen wird, verursacht Risse im Berg. Solche Menschen werden von der Erde und aus den Menschen erkauft. Offb. 14, 3-4. Sie sind bereits im Geist erhoben und in das himmlische Jerusalem gesetzt. Hebr. 12, 22. Daher kann dieser Stein von oben herabfallen. Dass der Stein auf die Füße fällt, weist darauf hin, dass er in den letzten Tagen fallen wird.

Nun ist die Zeit gekommen, in der alle, die mit dem Stein, der sich losreißen wird, eins sind, Risse um sich verursachen. Sie befolgen diese Ermahnung: „So lasst uns nun zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen.“ Hebr. 13, 13. Jesus ist also außerhalb des Lagers, er hat sich von dem Berg gelöst. Alle, die nun zu ihm hinausgehen und ein Fleisch und ein Geist mit ihm werden, werden in dem Stein dabei sein, der das Abbild der Welt, das Nebukadnezar in seinem Gesicht sah, zermalmt. „Von diesen hat aber auch Henoch, der siebte nach Adam, geweissagt, indem er sprach: »Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle und alle Gottlosen unter ihnen zu strafen wegen all ihrer gottlosen Taten, womit sie sich vergangen haben, und wegen all der harten Worte, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben.«“ Jud. V. 14-15.

„Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der sich in der Mitte spalten wird nach Osten und nach Westen hin zu einem sehr großen Tal. Da werdet ihr in das Tal meiner Berge fliehen.“ Sach. 14, 4-5.

„Und der Herr wird aus Zion brüllen und von Jerusalem her seine Stimme hören lassen, dass Himmel und Erde zittern; aber der Herr ist eine Zuflucht für sein Volk und eine feste Burg für die Kinder Israels.“ Joel 4, 16.

„Eilt und kommt herbei, all ihr Heidenvölker ringsum, und versammelt euch! Dorthin führe, o Herr, deine Helden hinab! Die Heidenvölker sollen sich aufmachen und in das Tal Josaphat hinaufziehen! Dort will ich zu Gericht sitzen über alle Heidenvölker ringsum.“ Kap. 4, 11-12.

Danach wird der Stein, der sich vom Berg losgerissen hat, die ganze Erde mit der Erkenntnis seines Gottes erfüllen. „Und zu jener Zeit wird es geschehen, dass die Berge von Most triefen und die Hügel von Milch überfließen werden; alle Bäche Judas werden voll Wasser sein.“

Wenn alle Gottlosen gerichtet worden sind, und das Volk des Herrn das Reich übernimmt, dann beginnt das Tausendjährige Reich. Und danach wird das Volk des Herrn in alle Ewigkeit mit Christus regieren.