Friede.
Herzlichen Dank für deinen lieben Brief. Ja, du hast recht getan, was die Weihnachtsfrage betrifft, und dass du die alten Skj. Sk. hervorgeholt hast, in denen hiervon die Rede ist. Erik Andersen Nordqvelle war es, der eine Lehre über das Verwerfen des Weihnachtsfestes aufgestellt hatte. Seine Nachkommen haben wir in Mandal unter uns, und vermutlich hat Br. Wetlesen es von dort. Sicherlich hatten es auch die Geschwister in Ålesund von dort her.
Nun ist die Sache die, dass Gott alles unter die Sünde eingeschlossen hat, damit er sich über alle erbarme. Man kann Beispiele aus Ost und West, aus Nord und Süd anführen und aus allem eine Sünde machen.
Aksel und Torl. Hansen fanden zu ihrer Zeit heraus, dass es Sünde sei zu sagen: „Sei so gut“ oder „Danke“, weil man dem Vater Dank sagen sollte für alle Dinge. Aksel hat es sofort eingesehen, als ich ihm erklärte, dass es nur ein Ausdruck der Höflichkeit ist, „sei so gut“ zu sagen und dass ich damit nicht meinte, dass sie so gut seien, denn nur einer ist gut, nämlich Gott.
Br. Aslaksen wollte keine Gardinen haben, weil sie das Licht wegnehmen und unpraktisch seien. Inzwischen hat er jedoch seit vielen Jahren Gardinen. Lasst uns das Beispiel von Stehkragen nehmen. Man könnte sagen, dass es Eitelkeit und Abgötterei sei, da ein Schal viel weicher und wärmer ist. Lachs und Beefsteak zu essen sei Abgötterei, da Hering und Kartoffeln viel billiger sind. So können wir bis ins Unendliche fortfahren.
Das ist „Mumps“, geistlicher Mumps. Und diejenigen, die Mumps haben, müssen sich von anderen fernhalten, bis sie gesund sind, denn es ist ansteckend.
Habsucht, Hurerei usw. sind Götzendienst, denn das liegt im Körper und begehrt das ganze Jahr über. Aber von einem Weihnachtsbaum einmal im Jahr hat man nach 14 Tagen oder drei Wochen genug und dann wirft man ihn hinaus.
Das mit dem Weihnachtsbaum ist keine neue Offenbarung von Gott. Das ist nur eine alte Spitzfindigkeit, die keine Grundlage in Gottes Wort hat.
Halte du fest an dem, was du gehört und gelernt hast, und weiche niemals davon. Br. W. wird sicher auch bald von diesem Irrweg wegkommen. Es ist besser, ein Fest zur Erinnerung an Jesu Geburt zu feiern, als dass man die Wintersonnenwende mit einem heidnischen Tanz- und Trinkgelage begeht. Und wo steht geschrieben, dass Jesus im Sommer geboren wurde? Und welche Rolle spielt das? Für uns passt es am besten, in der dunklen Jahreszeit Weihnachten zu feiern. Wir müssen etwas beweglich im Geist sein, dann verstehen wir alles viel besser.
Grüße deine Familie und die Geschwister.
Dein Bruder
J. O. Smith