Wenn wir im Licht wandeln!
Dann haben wir Gemeinschaft untereinander und dann haben wir es besonders gut. Dann ist Satan unter unseren Füßen zertreten und die Liebe herrscht.
Doch braucht es ein großes Maß an Achtsamkeit, um die Geistesgemeinschaft und das Licht und die Liebe zu bewahren. Ein bisschen Neid, ein bisschen Verdacht gegen einen Bruder, ein bisschen Lieblosigkeit und Verleumdung reichen aus, um Satan loszulassen. Und dann leitet er die Zerstörung des guten Verhältnisses in die Wege. Daher muss sich jeder Einzelne von uns befleißigen, Satan unter seinen Füßen zu halten. Tun wir das, dann wird der Gott des Friedens Satan unter den Füßen der Gemeinde zertreten. Röm. 16, 20.
Hierüber ist viel zu sagen, was nicht so leicht niedergeschrieben werden kann. Aber wenn jeder von uns sich befleißigt, Christi Gebot unbefleckt zu halten, 1. Tim. 6, 14, dann wird das für uns eine Siegfriedlinie im Kampf gegen böse Geistesmächte.
Das Gebot Christi und ein gekreuzigtes Fleisch werden uns durch Treue und Liebe zum Vater und zum Sohn in der Kraft des Heiligen Geistes in einer unerschütterlichen Einheit in Christi Leib zusammenbinden. Dies ist die Gemeinde, in der das eine Glied dem andern hilft durch jedes Band, das er gibt, und so vollbringt der Leib sein Wachstum zu seiner Erbauung in der Liebe, und dies alles nach der Wirksamkeit, die jedem besonders zugemessen ist. Eph. 4, 16.
Ein Glied allein ist nicht der ganze Leib, sondern die Vielen. Und Gott setzte den Leib so zusammen, wie er es wollte, damit wir aneinander lernen sollen, einander zu ertragen und voneinander die Hilfe zu empfangen, die nach der Gnade und der Gabe Christi jedem Einzelnen zur inneren Erbauung zugemessen werden.
Aber wenn Satan kommt, dann kommt die Spaltung. Die innere Hilfe, die von jedem Glied ausgeht, wird zerschnitten, und der Leib kommt durcheinander. Dies kann dadurch vermieden werden, dass jeder Einzelne lieber leiden als sündigen will. Du kannst im Lauf von fünf Minuten so viel Böses sagen, dass fünf Jahre nicht ausreichen, um die zerbrochene Gemeinschaft zu heilen und das Vertrauensverhältnis wiederherzustellen.
Christliche Versammlungen, die von dieser herrlichen Geistesgemeinschaft nichts wissen, wissen auch nichts von den heiligen Gesetzen innerhalb des Leibes, weil ein Leib noch nicht gebildet ist. Sie kommen zusammen zu Versammlungen und gehen wieder voneinander als Menschen, die einander nur nach dem Fleisch kennen. Eine solche Bekanntschaft ist ungeheuer dürftig. Paulus sagt: „Auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr.“ Den Herrn zu kennen heißt, ein Geist mit ihm zu sein. Und die Liebe im Geist ist die verbindende Kraft im Leib Christi auf Erden.
Mögen wir daher lernen, in der Gemeinde des lebendigen Gottes vorsichtig zu wandeln.
