Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1940-01 - Wehklage über den Pharao

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Wehklage über den Pharao

Nervenkrieg

In unseren Tagen wird so viel über Nervenkrieg geschrieben. Doch das ist nichts Neues. In Hes. 32 wird über den Pharao und sein stolzes Volk (norw.: seinen lärmenden Haufen) ein Klagelied gesungen, das die Töchter der Völker singen sollen, weil die Fürsten Schrecken verbreitet haben im Land der Lebendigen.

„Die Vornehmen unter den Helden aus der Mitte des Totenreichs werden von ihm (Pharao) und seinen Helfern sagen: »Sie sind hinabgefahren, sie liegen da, die Unbeschnittenen, die vom Schwert durchbohrt sind!«

Da ist Assyrien mit seinem ganzen Haufen, ringsum sind seine Gräber, sie alle sind erschlagen, durch das Schwert gefallen. Ihre Gräber sind in die tiefste Grube gelegt, und rings um sein Grab ist seine Schar; sie sind alle erschlagen, durchs Schwert gefallen, die zuvor Schrecken verbreitet haben im Land der Lebendigen.

Da ist auch Elam und alle seine Menge rings um sein Grab; sie alle sind erschlagen, durchs Schwert gefallen, unbeschnitten in die untersten Örter der Erde hinabgefahren; sie, die einst Schrecken verbreiteten im Land der Lebendigen und nun ihre Schande tragen samt denen, die in die Grube hinabgefahren sind.

Man hat ihm mit all seiner Menge unter den Erschlagenen ein Lager gegeben; ihre Gräber sind ringsum. Alle sind unbeschnitten, vom Schwert erschlagen; weil sie Schrecken verbreitet haben im Land der Lebendigen, müssen sie ihre Schande tragen samt denen, die in die Grube hinabgefahren sind; man hat ihn mitten unter die Erschlagenen gelegt.“

Dasselbe Zeugnis bekommen Mesech und Tubal und ihre ganze Menge. „Da ist auch Edom mit seinen Königen und allen seinen Fürsten, die mit ihrer Macht zu denen gelegt wurden, […], die in die Grube hinabgefahren sind.“

„Da sind auch alle Fürsten des Nordens und alle Zidonier, die mit den Erschlagenen hinabgefahren sind. Sie sind mit ihrer furchterregenden Stärke zuschanden geworden.“

„Der Pharao wird sie sehen, und er wird getröstet werden über alle seine Menge. Vom Schwert erschlagen ist der Pharao und sein ganzes Heer! spricht Gott, der Herr.

Denn ich habe ihn Schrecken verbreiten lassen im Land der Lebendigen; darum soll der Pharao und seine ganze Menge unter Unbeschnittenen hingestreckt werden, bei denen, die vom Schwert erschlagen worden sind, spricht Gott, der Herr.“

Dies ist also das Gericht über alle, die im Land der Lebendigen Schrecken verbreiten. Das ist uns zum Vorbild geschrieben. Dies ist der Nervenkrieg, der die Menschen peinigt und plagt. Die große Übermacht droht der kleineren Macht, und man zittert.

Lernt von mir, sagt Jesus, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. Er verbreitete Frieden um sich her. „Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.“ Mt. 5, 5. Doch diejenigen, die drohen und im Land der Lebendigen Schrecken verbreiten, werden alle zusammen mit der Menge der Unbeschnittenen in ihre Gräber gelegt werden. Diejenigen, die um eine Handbreit Erde kämpfen, werden ins Totenreich hinunterfahren, während die Sanftmütigen das Erdreich besitzen werden, um das die Gottlosen einen solchen Lärm machen, um es in Besitz zu nehmen. Ja, Gott kehrt in Wahrheit die Dinge um.

„Er tut Mächtiges mit seinem Arm; er zerstreut, die hochmütig sind in der Gesinnung ihres Herzens. Er stößt die Mächtigen von ihren Thronen und erhöht die Niedrigen. Hungrige sättigt er mit Gütern, und Reiche schickt er leer fort.“ Dies hatte Maria, die Mutter Jesu, beobachtet. Lk. 1, 51-53.

Wenn alles zu seinem Recht kommt, dann bleibt das Wort Gottes bestehen: „Beschämt werden die Weisen dastehen, werden bestürzt sein und sich gefangen (= widerlegt) sehen; sie haben ja das Wort des Herrn verworfen: welcherlei Weisheit besitzen sie da noch?“ Jer. 8, 9 (Menge Übers.).

Wenn die Menschen etwas mehr in der Bibel lesen und an das Wort Gottes glauben würden, dann würde der Nervenkrieg von selbst verschwinden.

„Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt.“ Hebr. 12, 28.

Machtgier, Herrschsucht, Geschäftemachen und Lust zu eitler Ehre werden hochgehalten; während die Weisheit geringgeschätzt wird. Darum muss Gott notwendigerweise die Torheit bis in die Gruben des Totenreichs hinab zerbrechen; man erntet Schande statt Ehre. Für die, die solches tun, und für Pharao und seine ganze Menge wird man eine Wehklage singen – trotz ihrer großen Macht, weil sie im Land der Lebendigen Schrecken vor sich her verbreitet haben.