Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1939-11 - Samuel

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Samuel

„Und zu der Zeit, als der Knabe Samuel dem Herrn diente unter Eli, war des Herrn Wort selten, und es gab kaum noch Offenbarung.“ 1. Sam. 3, 1.

Das war damals wie heute: Des Herrn Wort ist selten. Die Verkündigung besteht fast nur darin, um Sündenvergebung zu bitten. Diese bekam man auch im Alten Bund. Aber das Wort des Herrn, das Seele und Geist scheidet, das lebendig und scharf ist, schärfer als jedes zweischneidige Schwert und ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens, Hebr. 4, 12, ist immer noch selten. Und warum? Weil es nicht verkündigt wird; auch wird es von Broterwerbspredigern mit allen Leibeskräften bekämpft, denn es bewirkt, dass die Versammlung klein wird.

Gott rief Samuel drei Mal, bevor dieser verstand, dass es Gott war, der zu ihm sprach. Er lief jedes Mal zu Eli, aber das half nicht. Nun sagt Samuel: „Rede Herr, dein Knecht hört.“

So ist es auch in unseren Tagen, wenn Gott redet. Man läuft zu einem alten, abgefallenen Eli und fragt, ob es die richtige Stimme ist, die man hört. Und dabei trifft man Prediger, die meistens viel schlimmer sind als Eli. Sie sagen, dass es Satan ist, der redet.

Ich will jeder aufrichtigen Seele sehr nachdrücklich empfehlen, selbstständig zu werden und auf ihn zu hören, der vom Himmel redet, anstatt herumzulaufen und zu fragen, ob das richtig ist, was man hört. Vergleiche die Stimme mit der Schrift, dann wirst du nicht in die Irre gehen. Wer hört, wird ein Prophet; denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung. Offb. 19, 10. Und zum Zeugnis Jesu sind wir alle berufen.

Sage daher wie Samuel: „Rede Herr, dein Knecht hört.“