Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach
„Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ Gal. 5, 1. Die Freiheit liegt im Heiligen Geist. Daher heißt es: „Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ 2. Kor. 3, 17.
Die Freiheit liegt nie im Fleisch! Denn das Fleisch mit seinen Leidenschaften und Begierden gehört ans Kreuz, an das Fluchholz.
„Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht.“ Joh. 8, 34. „Wenn euch nun der Sohn freimacht, so seid ihr wirklich frei.“
Nun geschieht es oft, dass man sich bezüglich der Freimachung gründlich irrt. Ist es mein Ich im Fleisch, das frei sein soll, oder ist es mein Ich im Geist? Wenn ich dem Fleisch nach frei sein will, dann führt dies zu unzähligen Sünden, dann werde ich gesetzlos. Wenn ich aber im Geist frei werde, dann wird das Fleisch an seinem Platz im Tod gehalten, und ich sündige nicht. Dann bin ich freigemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes. Dies ist ein normaler Zustand, wenn man ein siegreiches Leben in Jesus Christus führt. Gott hat uns Macht gegeben, dieses Leben zu leben; denn wir haben Macht bekommen, Gottes Kinder zu werden. Und Gottes Kinder leben nicht in bewusster Sünde. „Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.“ 1. Joh. 3, 6. „Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“ V. 8.
Wir lernen hieraus, dass es unmöglich ist, im Fleisch zu leben und dennoch frei zu sein. Aber es ist möglich, im Geist zu leben und frei zu sein, wirklich frei. Will man sich selbst in dieser Freiheit bewahren, dann muss man wachen und beten.
Wie oft haben wir schon gehört, wie sich Menschen in einem Widerstandsgeist im Fleisch erhoben haben und gesagt haben: Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit, und dann haben sie in fleischlichem Eifer losgedonnert. Nein, es gibt keine Freiheit für das schreckliche Fleisch, sondern für den gesegneten Geist Gottes, der alle erbaut und alle bedient. Lasst uns lernen, zwischen Fleisch und Geist zu unterscheiden! Das wird uns von vielen Unannehmlichkeiten befreien. Nicht alle, die bekehrt sind, leben im Geist. Nein, nur die wenigsten. Auch nicht alle Geistgetauften leben im Geist. Einen Tag nach der Geistestaufe hört man wieder auf das Fleisch, und es endet häufig damit, dass man den Geist dämpft.
Auf solche Weise verspielt man eine ganze Erweckung mit Geistestaufe, und übrig bleiben ein paar alte Erinnerungen an etwas, was einmal geschah. Untreue betrübt den Geist, und macht man so weiter, dann verliert man den Geist Gottes.
Und dann tritt man als Widersacher auf und verlässt sich dabei auf eine alte, verlorengegangene Geistestaufe. Das ist Sauls gewöhnliche Vorgehensweise: Er warf den Spieß nach David.
Möge Gott uns lehren, zu wachen und zu beten; sodass wir Gottes Geist bewahren können und von bösen Geistesmächten befreit werden!
