Die Neujahrskonferenz in Oslo
Am Silvesterabend waren wir im CVJM in der Møllergate 1 versammelt. Es war gesegnet, die Geschwister wiederzusehen. Die jungen Brüder kamen von Süd- und Westnorwegen, wo sie zu großem Segen gearbeitet haben.
Am Neujahrstag hatten wir den großen Logensaal in der Nähe der Festung. Es waren ca. 500 Personen versammelt – hauptsächlich Geschwister. Am Vormittag wurde davon gesprochen: „Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar.“ 1. Petr. 2, 4. „Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“
Diejenigen, die zum lebendigen Stein kommen sollten, waren Menschen, die ihre Sünde vergeben bekommen hatten, denn es heißt im 1. Kap. V. 18: „Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise.“
Es sind also Menschen, die zum Glauben gekommen sind, die zu Ihm, dem lebendigen Stein, kommen sollen, um selbst lebendige Steine zu werden. Ein Stein ist hart. Er erträgt es, dass auf ihn gezeigt wird und dass er angefasst wird. Jesus war ein vollkommen lebendiger Stein. Diesen Stein konnte man ruhig mit allen Mitteln prüfen. Er versagte nicht. Wenn er hart bedrängt wurde, wurde er nicht beleidigt, nicht bitter. Als Stein gab er keinen halben Millimeter nach.
Aber wie sind die Menschen? Sie murren und klagen über das Geringste. Wenn man sie anfasst, sind sie weich wie Schmierseife. Es gibt augenblicklich tiefe Fingerabdrücke.
Von diesem weichen Zustand sollen wir dazu gelangen, steinhart wie der Meister selbst zu werden. Mit solchen Steinen wird der Tempel gebaut werden. Dies ist die heilige Priesterschaft, die geistliche Opfer opfern kann. Hier kann jeder sich selbst prüfen. Man kann ein noch so harter Stein sein, aber wenn Sorge der Nahrung, Egoismus oder etwas anderes vom Wesen der Sünde noch im Stein drinsitzen, dann ist er nicht durch und durch lebendig hart. Alles vom alten Menschen muss im Stein sterben, dann wird dieser lebendig und hart. Daher wird von allen, die beginnen, Steine zu werden, gesagt, dass sie so hart sind. Eine gesegnete Härte gegen Sünde und menschliches Wesen.
„Gott steht in der Versammlung Gottes, inmitten der Götter richtet er.“ Ps. 82, 1 (ELB). Auch Jesus sagt: „Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: «Ich habe gesagt: Ihr seid Götter»?“ Joh. 10, 34.
Es kann von Anfängern in Christus nicht gesagt werden, dass sie Götter sind, obwohl sie den göttlichen Spross in sich haben können. Aber wenn wir durch Glauben und Gehorsam im Geist herangewachsen und göttlicher Natur teilhaftig geworden sind, 2. Petr. 1, 3-4, sodass uns die Härte des lebendigen Steines kennzeichnet, dann kann von uns gesagt werden: Ihr seid Götter. Aber auch unter solchen Göttern hält Gott Gericht. Das kommt daher, dass wir viel mehr zu lernen haben, mehr haben, von dem wir erlöst werden müssen in unserer Heiligung und Gleichgestaltung mit dem Bild des Sohnes.
Des Weiteren wurde über Hiob 35 gesprochen. Elihu, der prächtige junge Mann, sagt zu Hiob: „Sündigst du, was kannst du ihm schaden? Und wenn deine Missetaten viel sind, was kannst du ihm tun?“
Ja, hier haben wir etwas, worüber wir nachdenken müssen. Wenn du voll von Satan wirst und gegen Gott rast, was kannst du ihm schaden? Bist es nicht du selbst, auf den es zurückfällt? Jesus sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz. Wenn du dich mit bösen Geistern in Verbindung setzt und große Sünden begehst, was kannst du Gott damit tun?
Und wenn du gerecht wärst, was kannst du ihm (Gott) geben, oder was wird er von deinen Händen nehmen? V. 7.
Ist es nicht zu unserem eigenen Nutzen, dass wir gerecht sind? Doch, gewiss!
V. 8. „Nur einem Menschen wie dir kann deine Bosheit etwas tun und einem Menschenkind deine Gerechtigkeit.“
Ja, so ist es. Ein Mensch wie wir kann uns Böses tun, wenn er gegen uns sündigt. Aber je mehr wir Götter, harte lebendige Steine werden, desto weniger berührt uns die Bosheit der Menschen. Sie prallt ab.
Wenn du gerecht bist, dann wirst du einen Menschen wie dich am meisten erfreuen. Aber auch die lebendigen harten Steine, die Götter, werden sich freuen. Jedoch mit Furcht, da sie wissen, dass der bevorstehende Weg schmal, lang und voller Prüfungen ist. Selbst für den Aufrichtigsten ist er schwierig. Daher können sie sich nicht wie der Neubekehrte (ein Mensch wie du) einer großen Freude über die Gerechtigkeit eines Neubekehrten hingeben. Auch hier wird die Erkenntnis Schmerzen bringen, wo der Neubekehrte in all seiner Unwissenheit jubelt.
An Neujahr gab es am Nachmittag viele Zeugnisse von Brüdern und Schwestern.
Euch allen ein gesegnetes Neues Jahr.
