Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Skjulte Skatter 1933-11 - Die letzten Zeiten

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Die letzten Zeiten

Im Hinblick auf das Kommen Jesu Christi und unsere Vereinigung mit ihm sagt der Apostel Paulus, dass wir uns von niemandem verführen lassen sollen, in keinerlei Weise; denn zuvor muss der Abfall kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens. 2. Thess. 2.

Wenn wir die Natur betrachten, dann wird alles im Herbst reif. Gott lässt alles seine Zeit bekommen. So auch in der Welt des Geistes. Die Juden bekommen ihre Zeit und die Heiden bekommen ihre Zeit. Das Evangelium wird auf der ganzen Erde verkündigt werden. Ja, sie wird so von Predigten übersättigt werden, dass sie es nicht mehr erträgt. Der Abfall kommt. Die Heiden haben genug gehört. Sie wollen nicht mehr hören. Sie sind müde vom Christentum, von dem sie glauben, dass es nur dem Kapital dient. Der Abfall kommt. Unter dem Wort „Abfall“ versteht man ja, dass man gehört, aber sich abgewandt hat.

Dieser Massenabfall ist in unserer Zeit voll im Gange. Das Tier wird mehr und mehr rot. Die Hure sitzt zur Zeit ihres Untergangs auf einem roten Tier. Offb. 6, 4 und 17, 3. Das rote Tier wird die Hure hassen und sie einsam und nackt machen. Ihr Fleisch werden sie essen und sie selbst mit Feuer verbrennen.

„Denn Gott hat ihnen ins Herz gegeben, seine Absicht auszuführen.“ Was ist das Tier? Das sind Menschen, die so wie das Tier nur an das denken, was sie essen sollen. Es geht um Essen und abermals Essen. Auf dem Rücken des Tieres sitzt von alters her, als das Tier noch nicht rot war, der Stab der Verkündiger, die ihren Lohn vom Tier (von den Staatsgewalten) bekommen. Doch nun wird das Tier rot und hasst die Hure auf seinem Rücken. Wer hat sie übrigens da hinaufgesetzt? Ob sie selbst es nicht von alters her sicher und bequem empfunden hat, sich auf diesen Tierrücken zu setzen? Sie hat nie damit gerechnet, dass das Tier unter ihr rot werden und sie hassen könnte, die so sicher wie eine Königin mit allen ihren Künsten und Mysterien da oben saß. Wäre sie ein Diener des Herrn gewesen, hätte sie aus der Offenbarung herausgefunden, wie gefährlich es sein würde, sich auf den Tierrücken zu setzen. Die Offenbarung des Johannes ist nämlich dazu gegeben, seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen soll. Offb. 1, 1. Diejenigen, die auf dem Rücken des Tieres sitzen, sind also keine Diener des Herrn in dem Sinn, wie es die Offenbarung meint.

„Und ich sah die Frau, betrunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blut der Zeugen Jesu. Und ich wunderte mich sehr, als ich sie sah.“

Schon von alters her hat die Hure Jesu Zeugen und die Heiligen gehasst. Sie empfand ihnen gegenüber Neid, weil sie diese als Konkurrenten und als gefährliche Menschen ansah, in deren Macht es lag, das Tier von der Abscheulichkeit der Hure in Kenntnis zu setzen. Darum hat sie das Tier gegen die Heiligen aufgehetzt, und sie ließ nicht ab, bis sie das Blut der Heiligen in ihren Becher bekommen hat. Da hat sie sich gefreut und wurde betrunken. Das Tier hat sich täuschen lassen. Die Hure hat dem Tier ihre Not geklagt, und das Tier war sofort bereit für Tod und Gericht.

Aber in unseren Tagen ist es zwecklos für die Hure, das Tier zu beschwatzen. Sie hat selber vollauf zu tun, sich am Nacken des Tieres festzuhalten. Und der Tag ist nahe, an dem der Engel vom Himmel, der die ganze Erde mit seiner Herrlichkeit erleuchtet, mit mächtiger Stimme rufen wird: „Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Vögel.“ Offb. 18, 2.

Selbst nachdem die Hure vom Tier gefallen ist, wird der eine und andere unreine Geist an ihr hängen. Der eine und andere unreine und verhasste Vogel wird in ihrem Gefängnis Schutz suchen. Alle diese sind Menschen, die sich auf das alte Hurenwesen stützen.

Doch die große Schar im Himmel wird Halleluja über das Urteil und den Fall der Hure rufen. Denn Gott hat das Blut seiner Diener aus ihrer Hand gefordert. Offb. 19, 1-2. Ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Das Gebot des Herrn an uns lautet: „Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!“ Offb. 18, 4.

Das Zeichen für Jesu Wiederkunft ist der Abfall. Das Tier wird rot und wirft die Hure von ihrem Rücken.

Der Mensch der Sünde (Antichrist) wird sichtbar. Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit bahnt den Weg für den Menschen der Sünde. Und wenn der, der es aufhält, weggetan wird, dann wird der Gesetzlose, Antichrist, Satan in der Gestalt des Fleisches, geboren. Wer soll weggetan werden? Wer hält es auf? Nun, das ist zuallererst der Heilige Geist, der der Welt die Augen auftut über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht. Danach die Zeugen Jesu und die Heiligen. Satan arbeitet so kräftig, dass die Macht der Heiligen vollkommen zermalmt wird. Das Gewissen wird getötet. Der Verstand und der Materialismus werden zum Gott. Das Tier kommt aus der Erde hervor. Der Geist vom Himmel wird verleugnet. Das Gewissen wird außer Acht gelassen. Alles, was aufhält, wird aus dem Weg geräumt. Und dann kommt der Antichrist zum Vorschein. All das sind Zeichen für das Kommen Jesu.

Aus all diesem verstehen wir, dass alle, die für den Abfall vom Christentum arbeiten, dafür arbeiten, dem Antichristen den Weg zu bahnen.

Das Tier konnte die Hure von ihrem Rücken werfen; aber um den Antichristen zu verzehren, muss der Sohn Gottes vom Himmel offenbart werden. „Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes.“ 2. Thess. 2, 8.