Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Skjulte Skatter 1933-08 - Sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den bösen Geistern

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den bösen Geistern

Das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir nicht dasselbe tun. Es gibt einen Götzen, der heißt:

Weltliche Größe.

Dieser Gott wird von nahezu allen Menschen angebetet, von weltlichen wie auch von religiösen Menschen, von Reichen wie auch von Armen. Um Pfarrer in der Staatskirche zu werden, muss man studiert haben. Man muss an die Spitze der gesellschaftlichen Stufen – so hoch hinauf, dass gewöhnliche Menschen nicht wagen, so jemanden freimütig anzusprechen. Und nun habe ich mir sagen lassen, dass die Methodisten nachziehen: Um Pastor bei den Methodisten zu werden, muss man mittlere Reife, am liebsten jedoch Abitur haben. Die Christen schmücken sich mit Seidenkleidern, Perlenketten um den Hals und Schmuckringen an den Fingern. Die Pfarrer kleiner Kirchen benützen gerne eine Art Pfarreruniform, um sich von anderen abzuheben. Gottes Volk bewundert das Große und die Großen. Ihre Kinder müssen eine Ausbildung erhalten in allem, was ihnen Rang und Sitz unter den Großen verschaffen kann, selbst wenn es auf Kosten des Christentums gehen sollte. Sie müssen dem Götzen „Weltliche Größe“ geopfert werden. Und wenn man sie erst auf diesem Altar geopfert hat, bekommt man sie nie zurück. Abraham opferte seinen Sohn nach dem Willen Gottes. Nun aber opfert man seine Kinder nach dem Willen des Fleisches, nach dem, was man als fleischlicher Mensch bewundert. Israel opferte seine Söhne und Töchter den bösen Geistern. Dasselbe wiederholt sich zu allen Zeiten. Man gibt alles, was man hat, um seinen Söhnen und Töchtern unter den Herren dieser Welt einen Platz zu verschaffen, unter denen, die in dieser Welt Macht haben. Doch Jesus sagt: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Aber um einen Platz unter den Machthabern zu bekommen, muss man in diesen vergänglichen Kopf, der nur eine kurze Zeit lebt, Erkenntnis hineinbekommen. Nicht nur in helle Köpfe wird investiert, sondern auch in Kinder, die sich schwertun und sich als Sitzengebliebene abmühen. Die Ehre der Eltern muss gerettet werden. Für diese muss alles auf dem Altar des Abgottes geopfert werden. Doch Paulus sagt: „Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn.“ Phil. 3, 7-8.

Hat man Gottes Licht und Gottes Erkenntnis, kann man – ohne weltliche Examen – reden als Gottes Wort. Doch es ist bekannt, dass Leute mit weltlicher Weisheit große Nachzügler sind, wenn es darum geht, die Erkenntnis Gottes durch Glauben zu ergreifen. All ihr Wissen haftet an ihnen wie schwere Bleigewichte. Immer müssen sie Vergleiche ziehen zwischen der weltlichen Weisheit (die leerer Betrug ist) und der Weisheit Gottes, die zu seiner Zeit offenbar werden wird, um über alle Mächte und Gewalten zu regieren.

Lasst uns unsere Söhne und Töchter dem Herrn opfern. Das ist wahre Gottesfurcht. Mögen wir sie all das lehren, was in Gottes Augen groß ist, damit sie ihm gefallen können. Lasst uns sie ihm opfern, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist, dann werden wir sie zu ewigem Eigentum bekommen.

Ich fragte neulich den Sohn eines Pfarrers: „Du willst bestimmt Pfarrer werden?“ Darauf antwortete er mir: „Nein, und wenn sie mich an der Kanzel aufhängen!“ Er wollte Schauspieler werden. Sieh nach bei den Söhnen und Töchtern der Pfarrer. Sieh nach, ob sie nicht – so gut wie alle – den bösen Geistern geopfert sind. Bitte Gott um Augensalbe, damit du es sehen kannst. Wenn du in einer religiösen Zeitschrift liest, nahezu gleichgültig in welcher, wirst du sehen, dass der Unterstrom in der Zeitschrift Götzendienst, Anbetung weltlicher Größe, ist. Die Leitung religiöser Versammlungen ist beinahe immer von weltlicher Größe inspiriert. Und Gottes Volk will es gerne so haben. Ein neubekehrter Schauspieler kann gerne Leiter für Gottes Volk sein. Wenn er oder sie nur nach weltlichem Maßstab groß ist und das entsprechende Ansehen und die entsprechende Bildung besitzt. Die religiösen Versammlungen bewundern eine auf diese Weise zusammengesetzte Leitung. Deshalb macht man auch weltliche Ausbildung zur Bedingung. Gott und die Welt sollen nun vereinigt werden. Man dient den Götzen auf den Höhen. Der Arme und Geringe kann so gottesfürchtig sein, wie er will, und auch seine Gotteserkenntnis und sein Licht können so groß sein, wie sie wollen – er ist und bleibt ein unansehnlicher Mann. Sein geringes Ansehen nach dem Fleisch macht, dass er als minderwertige Person eingestuft wird. Die Schmach Christi ruht auf ihm, und er ist nicht geeignet als Priester für das Volk. Doch, Gott sei Dank, er kann als Priester für Gott geeignet sein. Hes. 44.

Ich habe mich lange darüber gewundert, dass die Kinder der Geschwister, so gut wie alle, von Kindesbeinen an Gott fürchten und lieben und all ihre Lust am Herrn und an seinen Heiligen haben. Doch nun verstehe ich das Geheimnis: Sie sind nicht den bösen Geistern geopfert, sondern dem lebendigen Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Recht so, liebe Brüder! Aus solchen Leuten wird ein Geschlecht Gottes gebildet, das ewiglich bleibt. Doch die Götzendiener gehen zugrunde.

„Kinder, hütet euch vor den Abgöttern!“ 1. Joh. 5, 21.