(Empfänger nicht bekannt)
Friede.
Danke für Ihren lieben Brief, den ich heute erhielt. Sie fragen:
1) „War es Jesu zerbrochener Eigenwille, der ihn zum Licht der Welt machte?“ Es steht mit klaren Worten in Joh. 5, 30, dass Jesus nicht seinen eigenen Willen suchte, sondern den Willen dessen, der ihn sandte, ebenso in Joh. 6, 38: „Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ Jesu Wille nach dem Fleisch musste also zugunsten des Willens Gottes zerbrochen werden. Das machte Jesus zum Licht der Welt. Er beschaffte zerstoßene Oliven für den Leuchter.
„Wenn jemand seinen Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob ich aus mir selbst rede.“ Joh. 7, 17.
Gottes Geist schwebte über den Wassern, bevor wir geschaffen wurden; deshalb können wir unsere Fragen über Gottes Ursprung sein lassen. Er wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, und er ist der Vater über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden. Oder für wen sollte wohl er Oliven zerstoßen??
2) und 3) „Und was die Geistestaufe betrifft: Bekommen Ihre Glaubensgeschwister im Allgemeinen daran Anteil, wenn diese so nebenbei erwähnt wird – oder wenn man sogar leugnet, die Geistestaufe zu kennen?“
Wir erwähnen die Geistestaufe nicht nebenbei und leugnen auch nicht, sie zu kennen. Ganz im Gegenteil, wir setzen alles daran, den Geist zu haben und ihm zu gehorchen. Aber all dieses unheilige Geschwätz über den Geist, ohne ihn zu haben oder in ihm zu wandeln, ist Gott und den Menschen ein Gräuel. Der Geist ist es, der uns in die Leiden Christi, zum Licht und zur Erkenntnis Gottes treibt.
4) „Sollen Gottes Kinder sich nicht als Gemeinden organisieren?“
„Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.“ 1. Kor. 12, 13. Der Leib ist die Gemeinde. Denken Sie an den Begriff Leib. Der Geist tauft zu einem Leib. Doch dieser Leib ist tot um der Sünde willen, aber der Geist ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Der Geist tauft nicht zu Smiths Gemeinde oder zur Pfingstgemeinde, sondern zu Gottes Gemeinde.
Doch nun möchte ich Sie bitten, mir Folgendes zu beantworten:
Antworten Sie bitte offen und ehrlich darauf.
Freundliche Grüße von Bruder
J. O. Smith