(Empfänger nicht bekannt)
herzlichen Dank für Ihren Brief heute.
Wir haben nichts gegen andere Gläubige; aber man kann merken, dass die meisten nichts von der Leidensgemeinschaft Christi wissen wollen. Wenn die Kraft des Geistes uns zum Nutzen sein soll, denn muss diese in die Leidens- und Sterbensgemeinschaft mit Christus umgesetzt werden. Phil. 3, 10. Es gibt einen Vorhof (Sündenvergebung), es gibt das Heilige (Geistestaufe) und es gibt das Allerheiligste (die Gleichgestaltung mit dem Sterben Christi). Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen: der Geist, das Wasser und das Blut. Jesus kam nicht nur mit Wasser, sondern mit Wasser und Blut. Wir sollen in der Kraft des Geistes bis aufs Blut gegen die Sünde kämpfen. Dann ist die Kraft des Geistes nicht vergeblich gewesen. Der Sarpsborger Wasserfall brauste jahrhundertelang über die Felsen herab, sozusagen ohne Nutzen. Später verstanden die Menschen, diese Kräfte für Licht und andere nützliche Dinge zu nutzen. So auch mit der Kraft des Geistes: sie muss genutzt werden, wenn sie nicht vergeblich sein soll. Dass man diese Kraft nutzt, um dem Glauben gehorsam zu sein, stößt bei so vielen Gläubigen auf Widerstand. Deshalb fehlt es auch den Verantwortlichen an Licht über „Christus geoffenbart im Fleisch“. Ja, sie widersetzen sich sogar einer weitreichenderen Entwicklung in Gott. Wir „schießen“ nicht auf sie, sondern auf die Geistesrichtung, die das Kreuz hasst, weil wir aus Erfahrung wissen, dass all das in eine falsche Freiheit hinausführt.
Es ist richtig, Folgendes zu suchen: 1. die Vergebung der Sünden, 2. die Kraft des Geistes, der jedem gegeben wird, der ihm gehorcht; 3. Christi Leidensgemeinschaft, in die jede dem Geist gehorsame Seele ganz natürlich hineinkommen muss. Wir haben nichts, um das wir streiten, wenn nur alle in Jesu Fußspur nachfolgen wollen. Aber dies ist ja eine individuelle Sache. Man kann die Menschen nicht versammlungsweise dazu bringen, gottesfürchtig zu leben.
Herzlicher Gruß von Ihrem im Herrn verbundenen Bruder
J. O. Smith