Was wir glauben
In dieser von Unglauben und Zerrissenheit geprägten Zeit kann es angebracht sein, das kundzumachen, woran wir wirklich glauben, besonders jetzt, wo viele beginnen, dafür geöffnete Augen zu bekommen, dass sie Jahr und Tag in Finsternis niedergehalten wurden, weil sie nicht im Licht Gottes wandelten oder weil sie blindes Vertrauen zu blinden Wegleitern hatten, die unsere Verkündigung von Gottes Wort verdreht haben.
1. Wir glauben an einen allmächtigen Gott und Vater, an seinen Sohn Jesus Christus und an den Heiligen Geist.
2. Wir glauben, dass Jesus Christus von dem Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau Maria geboren wurde, so wie es die Schrift berichtet.
3. Wir glauben, dass, weil die Kinder von Fleisch und Blut sind, auch er’s gleichermaßen annehmen musste, um uns überhaupt in unserer Not zu Hilfe kommen zu können und uns aus unserem Fall erlösen zu können. Denn er nahm sich ja nicht der Engel an, sondern der Menschen, der Kinder Abrahams. Hebr. 2, 14-15.
Versuchungen
4. Wir glauben, dass Jesus in den Tagen seines Fleisches genauso wie wir versucht wurde, weil er um der Sünde willen das Fleisch der Menschen angenommen hatte. Wir glauben aber, dass er in allen seinen Prüfungen siegte, weil er keinen irdischen Vater hatte, sondern von dem Heiligen Geist empfangen war. In der Kraft des Geistes konnte er dann in allen Versuchungen so vollständig siegen, dass in seinem Mund kein Falsch gefunden wurde. Auch konnte ihn niemand einer Sünde beschuldigen. Hebr. 4, 15, Joh. 6, 38.
Wir glauben, dass Jesus seinen großen Sieg dadurch errang, dass er dem Fleisch nach litt, in das er ja aus dem Geschlecht Davids geboren war. Röm. 1, 3; Hebr. 2, 10. Wir glauben, dass er sich ganz durch das Fleisch hindurch litt und dadurch alle Sünde im Fleisch verdammte. Röm. 8, 3. Dadurch hat er einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das heißt, durch sein Fleisch, gebahnt. Dieses Werk begann, sobald Jesus zwischen Gutem und Bösem unterscheiden lernte und war am Kreuz von Golgatha vollendet, als er ausrief: Es ist vollbracht! Da riss der Vorhang zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten von oben bis unten entzwei. Ein Weg war durch das Fleisch bis hin zum Vater gebahnt. Der Weg der Selbstverleugnung, der Weg des Kreuzes, der Weg des Leidens, der Weg des Sterbens.
Wir glauben, dass erlöste Sünder Zugang haben, auf diesem Weg, dem Weg des Meisters, zu wandeln; aber dass nur eine geringe Anzahl Christen das tun, weil die meisten Feinde des Kreuzes Christi und der Leiden Christi sind. Hebr. 2, 11 und 17-18. Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren (Vergebung der Sünden), um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind. Röm. 5, 10. Das Letztere ist der Wandel im Licht, der Wandel auf dem Weg, nachdem wir Vergebung bekommen haben.
Der Heilige Geist
5. Wir glauben, dass die Summe des Werkes Christi in seinem Geist gesammelt ist. Denn es heißt, dass Jesus getötet wurde nach dem Fleisch und lebendig gemacht wurde nach dem Geist. Darum ist der Geist von Jesus Christus, der der 2. Adam ist, zu einem lebendigmachenden Geist geworden. Nachdem nun Jesus von den Toten auferweckt und von seinem Vater verherrlicht worden ist, hat er den verheißenen Heiligen Geist empfangen, und hat diesen an Pfingsten ausgegossen. Apg. 2, 33. Alle, die nun dem Geist gehorchen, bekommen den Geist. Apg. 5, 32. Jesus Christus kann daher, nachdem er nun erhöht ist, der Welt durch seinen Geist die Augen auftun über die Sünde, die Gerechtigkeit und das Gericht. Denn der Geist redet nicht aus sich selbst, sondern was er hören wird, das wird er reden. Joh. 16, 13-14. Wer Ohren hat zu hören, der wird zur ganzen Wahrheit und zu einem siegreichen Leben geführt. Wer aber nicht hören will, taumelt in der Verirrung seines Fleisches einher, auch wenn er ansonsten mit Schriftstellen vollgestopft und als Pfarrer oder Vorsteher tätig ist. Das ist alles zusammen genauso verkehrt, weil Jesus Christus ihn nicht von seinem erhöhten Thron aus durch seinen guten Geist leiten kann. Denn er ist der Oberhirte.
Taufe
6. Wir glauben an die Erwachsenentaufe, weil Gott nicht mit kleinen, unbewussten Wesen einen Bund des Gewissens eingehen kann. Auch haben diese Kleinen nie einen alten Lebenswandel geführt, sodass sie nach der Taufe in einem neuen Leben wandeln sollten. Sie haben auch keinen Leib des Fleisches abzulegen, da sie nie gesündigt haben; sondern sie sind unschuldig und solchen gehört das Himmelreich.
Aber wir wissen, dass Erwachsene nach dem Fleisch gelebt haben und darum der Beschneidung Christi bedürfen, damit sie ihren fleischlichen Leib ablegen können, den Leib, der gesündigt hat. Kol. 2, 11-12. Dieser soll mit ihm begraben werden, damit wir auch mit ihm auferweckt werden können, um in einem neuen Leben zu wandeln. Röm. 6, 4-5.
In den Tagen Noahs wurden acht Seelen hindurchgerettet durch das Wasser. Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch uns rettet. Die Gottesfürchtigen wurden von der Arche über das Wasser emporgehoben, während die Gottlosen im Wasser ertranken. Diese acht Seelen wurden auf die neue Erde niedergelassen, um in einem neuen Leben zu wandeln, das so ganz anders war als das der Menschen, die ertranken. 1. Petr. 3, 20-21. So auch mit uns. Wir legen den Leib des Fleisches ab und werden (durch die Arche Christus) auferweckt, um in einem neuen Leben zu wandeln. Wir haben persönlich einen Bund des Gewissens mit Gott geschlossen, dass wir in einem neuen Leben wandeln.
