Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Skjulte Skatter 1932-01 - Die Einheit der Gläubigen, Eph. 2

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Die Einheit der Gläubigen

Eph. 2

„Darum gedenkt daran, dass ihr, die ihr einst Heiden im Fleisch wart und Unbeschnittene genannt wurdet von der sogenannten Beschneidung, die am Fleisch mit der Hand geschieht – dass ihr in jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung; ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.

Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus. Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, indem er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinwegtat, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften, und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte.“

Die Versöhnung geschieht also durch das Kreuz. Da wurde die Feindschaft zwischen Juden und Heiden getötet. Größere Gegensätze gibt es nicht. Wenn nun die Gläubigen in unseren Tagen in eine Menge von Parteiungen aufgeteilt sind, dann ist es nur das Wort vom Kreuz, das alle eins machen kann. Kreuz über alles Fleisch und alles Parteiwesen, das vom Teufel ist. Alles Parteiwesen hat seine Wurzel im Unglauben. Doch das Wort von der Einheit am Kreuz hat seine Wurzel im Glauben. Vor einigen Jahren war es üblich, dass man jedes Jahr zur Einheitsversammlung nach Larvik fuhr. Die Sache ist aber die, dass man wieder nach Hause fuhr, jeder zu seiner Parteiung – genauso parteiisch gesinnt. O, welcher Unglaube, auf was doch die Menschen alles kommen: Man will Einheit farbrizieren, wo doch Gott Einheit am Kreuz geschaffen hat! Ein schwedischer Bruder sagte neulich, als wir uns in dieser Verbindung über Einheit unterhielten: Ja, jetzt besteht die Welt seit Christus fast 2000 Jahre, und wir haben heute mehr Parteiungen als je zuvor. Er glaubte wirklich, etwas Treffendes gesagt zu haben, etwas Überzeugendes, ja, etwas, das jedem Widerspruch standhalten konnte. Nun ist es aber so, dass die Worte von Paulus Worte des Glaubens sind, während die Worte des betreffenden Bruders Worte des Unglaubens waren. Gott macht alle eins, die das Wort vom Kreuz glauben, die glauben, dass alles Fleisch am Kreuz verflucht ist. Diese werden am Kreuz eins. Dies ist das Geheimnis des Glaubens. Durch Glauben treten sie die Parteischranken der Sünde nieder und werden nach dem Fleisch am Fluchholz und nach dem Geist im Wandel im Licht mit ihren Brüdern vereinigt. Dies ist die Gemeinschaft der Heiligen. Hier ist die Versöhnung durch den Tod im Leib seines Fleisches. Parteiungen sind Werke des Fleisches und stehen auf derselben Ebene wie Hurerei und Mord. Gal. 5, 19-21. Parteiisch gesinnt zu sein ist daher nicht Christi Sinn, denn Christus hat seine Lust an den Menschenkindern und nicht nur an einem Teil von ihnen. Parteiisch gesinnt zu sein, hat zum großen Teil seinen Grund in der Sorge um den Lebensunterhalt, in der Schaffung neuer Anstellungen und neuer Einnahmen. Darum fängt man auch an, den Zehnten und Löhne zu fordern und betreibt Geldbettelei. Alles ist purer Unglaube; denn Gott weiß, dass wir das Notwendige für den Lebensunterhalt brauchen. Und dies hat er uns verheißen, wenn wir zuallererst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachten. Parteiungen trennen das Volk Gottes voneinander. Das Kreuz macht eins. Der Glaube vereint, der Unglaube trennt. „Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.“ Gal. 5, 24. Lasst uns am Wort Gottes festhalten, denn das ist das Wort des Glaubens. Wer Parteiungen macht, tut Werke des Fleisches; doch Werke des Fleisches sind offenbar, es sind Werke des Teufels. Es ist also pure Gottlosigkeit, Parteiungen zu machen. Man bindet die Seelen und hält sie weg von anderen Leuten Gottes, ja, man warnt sie sogar, auf solche zu hören, die vielleicht den Auftrag hatten, sie viel weiter in Christus Jesus zu führen. Man lebt von der Gemeinde und hat Angst, seine Mitglieder zu verlieren, die man als Einnahmequelle hat.

Jesus betete, dass sie alle eins seien, damit die Welt glauben würde. Nun aber macht man Parteiungen und zwingt die Welt dazu, nicht zu glauben. Jede Parteiung hat ihren Geldschrein, auf den sie sich verlässt. Wenn nun alle Geldschreine der Parteiungen zu einem Geldschrein würden, dann nehme ich an, dass das Interesse an Parteiungen in seinen Grundfesten geschwächt würde. Also ist alles Parteiwesen verflucht, weil es die Welt hindert zu glauben und noch dazu Spaltungen unter Gottes Volk verursacht. Parteiisch gesinnt zu sein wird am Kreuz getötet und wir alle werden eins gemacht. Darum: Haltet das Kreuz hoch! Lasst das Wort vom Kreuz zu Ehre und Wertschätzung kommen. Das ist das Banner der Einheit, das Banner der Einheit Gottes, wo Gott allein die Ehre bekommt und alles Fleisch verflucht ist.