Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Brief an Theodor Ellefsen, 20. August 1932

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936
Horten, 20. August 1932
Lieber Bruder Th. Ellefsen,
Gottes guter Friede.

Herzlichen Dank für deinen vor längerer Zeit erhaltenen Brief und für die Grüße. Mir kommt es so vor, dass ich jetzt mehr zu tun habe als zu der Zeit, als ich bei der Marine war. Dir geht es wohl auch so. Wir hatten dieses Jahr ein paar richtig schöne Tage in Hallingdal. Den Geschwistern aus Dänemark gefiel es ausgezeichnet. Ja, Br. Bratlie hat dir sicher alles erzählt. Wenn wir uns der Gottesfurcht befleißigen, dann macht Gott alles sehr gut für uns. Aber das ist auch die Bedingung. Der Theologiestudent Petersen hat sich bei euch in Jütland sehr wohlgefühlt. Das war das Beste an der ganzen Reise, sagte er.

Ja, wir freuen uns darüber, dass die Arbeit gelingt und mich freut es besonders, denn ich habe ja im Lauf der Jahre deinen Eifer in der Arbeit gesehen. Du hast ja auch während des Krieges oben in der Finnmark und auch sonst eine gute Ausbildung gehabt. All das ist jetzt von Vorteil.

Wir hören nun so wenig von den Geschwistern aus Fredericia. Ich hoffe, dass es gut um sie bestellt ist. Aksel ist zur Zeit arbeitslos. Er hat mir dabei geholfen, eine Wohnung zu streichen. Letzten Donnerstag war er mit mehreren Jugendlichen auf Nøtterøy und nahm zusammen mit Br. Schwaiger an einer Versammlung teil. Ein junger Mann bekehrte sich in dieser Versammlung. Später fuhr er nach Trondheim, um zu studieren.

Hier in Horten geht alles seinen gewohnten Gang. Die Jugendlichen haben heute Abend (Samstag) Versammlung. Sie sind eifrig in den Jugendstunden. Ich halte mich in der Regel von diesen Versammlungen fern, damit sie selbst schalten und walten können, wie sie wollen; denn dann sind sie freimütiger.

Esther ist oft hier unten; doch Karine sehen wir seltener.

Pauline bittet mich, herzlich zu grüßen. Grüße deine Frau von uns hier; grüße auch die Brüder und die übrigen Geschwister.

Liebe Grüße von deinem Bruder

J. O. Smith