Die Konferenz in Nesbyen, Hallingdal,
in der Zeit vom 16. 7. – 20. 7. 1932
Es war gesegnet, dort oben zwischen den hohen Bergen zusammenzukommen. Geschwister von Molde, Måløy, Bergen, Hallingdal, Hønefoss, Oslo, Horten, Fredrikstad, Drøbak, Sarpsborg usw. trafen einander. Ja, nicht nur das, sondern auch von Kopenhagen kamen einige. Wir hatten gesegnete Versammlungen an allen Tagen, an denen wir zusammen waren. Die Geschwister in Nesbyen hatten für diesen Anlass den großen Saal einer Jugendorganisation gemietet und arbeiteten mit großem Fleiß, dass alles klappen sollte. Und es ging ausgezeichnet vom ersten bis zum letzten Tag. Gott war mit uns und stand uns in allem bei, und dann geht es sehr gut.
Es wurden sehr viele Zeugnisse abgelegt, aber nur ein paar wenige werden hier erwähnt, sodass man in etwa die Richtung erkennen kann, in die das Ganze ging. Es sei jedoch angemerkt, dass es etwas ganz anderes ist, in den Versammlungen anwesend zu sein und den Geist in den Zeugnissen wahrzunehmen, als nur Notizen davon zu lesen. Doch wenn das Herz dabei ist, dann wird man sich auch über diese freuen.
J. O. Smith
Mt. 4, 1-11.
Um uns reinhalten und ein siegreiches Leben leben zu können, ist es notwendig, dass wir unseren arglistigen Widersacher im Auge behalten. So ist es im natürlichen Krieg, und so ist es im geistlichen Krieg. Wir müssen uns bewusst sein, dass Satan uns zerstören will.
Als Jesus vierzig Tage lang gefastet hatte, hungerte ihn. Und er aß nichts in diesen Tagen. Lk. 4, 2.
Mt. 4, 3. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: „Bist du Gottes Sohn, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde.“
Es steht auch geschrieben, dass wir unser Brot im Schweiße unseres Angesichts essen sollen. Stell dir vor, wenn es so einfach wäre, dass wir den Steinen befehlen könnten, Brot zu werden. Eine Menge anderer Versuchungen würden dann Macht über uns bekommen.
V. 5 und 6. Jesus wird weiter versucht. Das nächste, wozu der Mensch versucht wird, ist, Künste zu suchen, und wir sehen, wie gerne sie dies tun wollen. 1907 gab es viele, die gottesfürchtig lebten; aber es gab auch viele, die Künste suchten, indem sie gegeneinander in Zungen redeten, weissagten usw. Alle, die nicht arm im Geist sind, suchen Künste. Sie wollen mehr sein, als sie in Wirklichkeit sind.
Und der Teufel führte ihn …V. 8. Das ist keine Kleinigkeit. Stell dir vor – alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit!
Hes. 28, 13-19. Beachte, dass Satan seine Gaben nicht verloren hat. Er kann bis zum heutigen Tag „Vorteile“ anbieten. Alle Herrlichkeit, alles, was groß ist, alles, was Ansehen hat, wird bewundert, weil Satans Herrlichkeit darin ist. „So habe ich dich […] vor den Königen zum Schauspiel gemacht.“ Hes. 28, 17. Man sieht, wenn der König ein Fest gibt, dann schmücken sich die Leute mit Orden usw. Der König will all das Herrlichste sehen, das es im Reich gibt, und da ist Satan zur Stelle und bietet etwas an. Satan ist ein Tausendkünstler. Er kann irdische Vorteile anbieten und über allem seinen Charme spielen lassen. Überall, wo keine Armut im Geist ist, dort ist Satan, der gefallene Cherub, zur Stelle und bietet seine Vorteile an. Glaubst du, dass jemand, der arm im Geist ist, in dieser Welt an die Spitze kommt? Man muss sich Satans bedienen, dessen, etwas zu sein, seines beschirmenden Schutzes, wenn man dort vorwärtskommen will. Andernfalls bekommst du zwar das dir beschiedene Brot; aber an die Spitze kommst du nicht. Wir können Gott innig dankbar dafür sein, dass wir auf Gottes herrlichen Berg gekommen sind, von wo der gefallene Cherub hinabgeworfen ist, dort, wo uns niemand schaden kann. Kürzlich haben wir in den Zeitungen von der großen Kreugerkatastrophe gelesen. „Ich habe dich zu Asche gemacht auf Erden“, steht in Hes. 28, 18. So ist es mit diesem großen Mann gegangen. Mitten in der Herrlichkeit und dem Glanz kommt das Feuer der Gerechtigkeit und verzehrt. Versuche nie, auf ungerechte Weise in der Welt voranzukommen. Schlussendlich wird Gottes Feuer kommen und verzehren. Lasst uns lieber freiwillig alle Brücken verbrennen. Lasst uns zum Berg Zion kommen. Wenn wir dort sein wollen, wo Gott ist, müssen wir Feuer über unser altes Ich ertragen. Er, unser Gott, ist ein verzehrendes Feuer. Hebr. 12, 29. Lasst uns so leben, dass wir vor dem Menschensohn stehen können, vor ihm, der der Richter aller ist. Darum versammeln wir uns zu Konferenzen, um einander daran zu erinnern. Lasst uns offene Augen haben, sodass wir unseren Widersacher kennenlernen können, nicht, um bei ihm zu bleiben; sondern damit wir ihn sehen können und uns vor ihm in Acht zu nehmen wissen. – Möge Gott uns auf der Konferenz weiterhin reichlich segnen.
J. O. Smith
Jak. 1, 15-16.
Es ist nicht ganz einfach anzufangen. Man ist daran gewöhnt, dass das ein Prediger macht, aber alle, die mit dem Licht zu tun haben, sollen Priester für Gott sein können.
„Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“ Wenn es so weit geht, dann will Gott vor dem Jüngsten Tag, an dem er dich richten wird, nichts mit dir zu tun haben. Das Gesetz des Geistes richtet alles, was vom Fleisch kommt. Diesen Geist müssen wir in unserem Herzen haben; den Geist, der auf dem Grund der Auferstehung steht, nachdem er das Fleisch getötet hat. Auch wenn ich noch so lange gläubig gewesen bin, nützt es mir nichts, wenn ich dem Heiligen Geist nicht gehorche. Auf der ganzen Erde gibt es keine andere Religion und kein anderes Christentum von Wert als das, immerdar mit Christus in den Tod gegeben zu werden, sodass man am Kreuz zusammen mit ihm über die Mächte und Gewalten siegen kann. Viele rühmen sich der Geistestaufe, dass sie in Zungen reden, weissagen usw. Das nützt nichts, wenn man diesem Geist nicht gehorcht. Das Gesetz des Geistes muss siegen. Jesus sagt, dass er gekommen ist, um den Willen des Vaters zu tun. Wer dem Heiligen Geist gehorcht, wird bald merken und verstehen, dass Jesus mit demselben Fleisch wie wir in der Welt lebte.
Röm. 1, 1-4. Nach dem Fleisch war Jesus aus dem Geschlecht Davids geboren, und diesen Willen des Fleisches, den er geerbt hatte, musste er verleugnen. Und in denen, die daran glauben und danach leben, wird Jesu Leben und Person geoffenbart. Jesus wurde versucht, und wenn er nicht versucht worden wäre, wäre wohl nichts Großes an seinem Werk. Doch es ist klar, dass Jesus versucht wurde, und er litt, als er versucht wurde; doch der Mensch will lieber sündigen als leiden. Wenn dir das, versucht zu werden und zur Versuchung nein zu sagen, nicht bekannt ist, dann bist du kein gottesfürchtiger Mensch und solltest in dieser Versammlung am besten nicht aufstehen und Gottes Wort reden. Du sollst im Leib standhaft sein und du sollst geprüft werden und du sollst siegen, und du sollst an jenem Tag hervorgeführt werden, an dem einige scheinen wie die Sonne und einige wie die Sterne. Und in dem Maß, wie du hier gesiegt hast, in dem Maß wirst du dort strahlen. Lasst uns danach trachten, aus unserem Leben etwas herauszubekommen. Es geht darum, den Gehorsam des Glaubens zu verkündigen. Wer verkündigt in unseren Tagen den Gehorsam des Glaubens? Wenn wir durch unsere Arbeit nicht vermögen, die Menschen zum Gehorsam des Glaubens hinzuführen, dann können wir ebenso gut einpacken und heimfahren. Fürchte dich nicht, wenn sich die Feinde so groß wie Goliathe erheben. Auch wenn ihre Stirn zehn Meter dick ist, wird der Stein, den du mit der Schlinge des Glaubens wirfst, hindurchdringen. Fürchte dich nicht vor den Widersachern. Allein, dass du dich nicht fürchtest, ist ihnen ein Zeichen des Untergangs. Halte aus, auch wenn der Widerstand noch so hart wird.
