Der Leib ist tot um der Sünde willen
Alle Sünde in der Welt kommt von der Lust. Der Augen Lust, des Fleisches Lust und hoffärtiges Leben kommen von der Sünde im Fleisch.
„Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.“ Wo Christus nicht Herr in einem Menschen ist, da sind die Lüste im Leib Herr, und es ist teuer, diese Lüste zufriedenzustellen. Der Bauch wird teuer, ebenso die Kleider. Dazu alle Vergnügungen. Wenn dann das Geld nicht ausreicht, wird man zu Betrug, Raub usw. versucht. Daraus wiederum folgen Mord und alles andere Elend.
Wenn jedoch der Leib in der Kraft des Geistes im Tod gehalten wird, sodass Christus, unser Haupt, in unserem Leben herrschen kann, dann kommen die Früchte des Geistes hervor: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Milde, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit.
„Gegen all dies ist das Gesetz nicht.“ Gal. 5, 19 ff.
Christentum besteht zuallererst darin, über die Sünde zu siegen. Und in der Kraft Gottes ist das möglich. Es ist nicht notwendig, zornig zu sein. Zorn ist eine Frucht von Stolz; man bildet sich ein, besser zu sein, als man ist. Wenn dann diese eingebildete Größe verletzt wird, wird man zornig.
Es ist nicht notwendig, mit der Mode zu gehen. Das Kreuz über sie, dann wird es weitaus billiger sich zu kleiden.
Es ist nicht notwendig, den Bauch als Gott zu haben. In der Kraft des Geistes Gottes soll ich bestimmen, was mein Leib zum Unterhalt bekommt. Der Leib soll nicht über mich bestimmen. Das Gleiche gilt für das Trinken. Die Augenlust soll nicht mit mir durchgehen. Sondern der Geist Gottes soll mich nach dem Willen Gottes treiben. Dann ist der Leib tot um der Sünde willen, er hat nichts mehr zu melden. Ich betrachte mich der Sünde gestorben und lebendig für Gott.
„So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam.“ Röm. 6, 12.
Es ist ein hohes Maß an geistlicher Charakterfestigkeit nötig, um die Sünde nicht herrschen zu lassen. Die Sünde im Leib kann nichts tun, ohne dass ich selbst einwillige. Ich selbst soll in der Kraft des Geistes Gottes die Sünde in meinem sterblichen Fleisch (meinem Leib) besiegen. Dies ist der gute Kampf des Glaubens. Dies ist die Nachfolge Jesu, der der Anfänger und Vollender des Glaubens ist. Wenn wir das tun, dann ist der Leib tot um der Sünde willen und der Geist ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
„Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“ V. 14. Wir sollen Gnade suchen zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben. Wenn wir das tun, dann ist die Gnade nicht vergeblich. Das bedeutet, täglich das Kreuz aufzunehmen. Auf diese Weise ist der alte Mensch mit ihm gekreuzigt, und die Sünde im Fleisch wird zunichtegemacht, sodass wir der Sünde nicht mehr dienen.
