Fleischliches Christentum

Wenn wir eine Bekehrung zu Gott erlebt haben, aber weiterhin auf menschliche Weise wandeln, dann sind wir natürliche Menschen, die nichts vom Geist Gottes vernehmen. „Es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen, denn es muss geistlich beurteilt werden.“ 1. Kor. 2, 14. Dies führt dazu, dass fleischliche Christen die geistlichen Christen verfolgen und vor geistlichen Christen warnen, die weitaus besser sind als sie selbst. „Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt. Denn «wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen?» Wir aber haben Christi Sinn.“

So kommt es dazu, dass wir überall auf Widerstand von religiösen Menschen treffen, die glauben, Gott einen Dienst zu erweisen, indem sie sowohl uns als auch der Wahrheit widerstehen. Sie haben sich durch ihre Wirksamkeit eine Erwerbsquelle aufgebaut, und diese verteidigen sie mit Klauen und Zähnen – auch auf Kosten der Wahrheit. Ihr Unverstand wird jedoch allen Menschen offenbar werden, und von weiterem Fortschritt kann keine Rede sein. 2. Tim. 3, 9. Sie tun dasselbe wie Jannes und Jambres, die Mose widerstanden. Auf dieselbe Weise widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind Menschen mit völlig verdorbener Gesinnung, untüchtig zum Glauben.

Alles, was mit ihrer verdorbenen Gesinnung und ihrer Untüchtigkeit zum Glauben nicht zusammenpasst, verwerfen sie als etwas Böses. Zum Beispiel überspringen sie das 7. Kapitel des Römerbriefes, das gerade für Gläubige ein weiterführendes Kapitel ist, und schreiben es „erweckten Sündern“ zu. Die Leidensgemeinschaft mit Christus nennen sie Knechtschaft und das Geheimnis der Gottesfurcht: „Christus geoffenbart im Fleisch“ ist ihnen etwas Abscheuliches. Der Geist des Antichrists hat ihren Sinn verdorben, sodass sie sich weit entfernt haben von allem, was heißt: „der Menschensohn“, die Wurzel und das Geschlecht Davids und die Gemeinschaft mit ihm in seinen Leiden als Mensch. Die Versöhnung mit Christus in seinem irdischen Leib durch den Tod, um uns heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht zu stellen, kommt nicht zustande. Kol. 1, 22. Aber Parteiungen, Eintragungen mit Feder und Tinte, Sorge um Einkünfte, Bettelei usw. gehören zu ihrer Religion. Und damit all das gedeihen kann, warnt man vor gottesfürchtigen Menschen, wenn diese nicht ihrer Sekte angehören und kein Geld in ihre Kasse legen. Hieraus geht mit aller Deutlichkeit hervor, dass Geschäftemachen in ihren Augen mehr wert ist als wahre Gottesfurcht.

Doch in diesen Tagen geht für die Aufrichtigen in allen Lagern das Licht auf. Bei vielen Menschen werden die Augen gesalbt und das Verständnis wird klarer. Die Hure, die die ganze Erde verdorben hat, gibt es in allem Sektenwesen, und die Aufrichtigen nehmen davon Abstand. Die Warnungen gegen uns wirken wie Annoncen, und der Geist Gottes bestätigt die Wahrheit für die von Herzen Aufrichtigen. Viele danken Gott bereits für das Licht, das sie bekommen haben. Dies ist es aber, was Daniel von den letzten Tagen sagt: „Viele werden gereinigt, geläutert und geprüft werden, aber die Gottlosen werden gottlos handeln; alle Gottlosen werden’s nicht verstehen, aber die Verständigen werden’s verstehen.“ Dan. 12, 10.