Trondheim, 25. 5. 1936
Lieber Bruder E. Bekkevold,
Friede!

Wie ich höre, bist du auf dem Weg der Besserung, und das freut mich. Hier in Trondheim ereignen sich wundersame Dinge. Sie verschlingen „das Wort“, ganz egal, wie es kommt. Wir haben besonders gesegnete Versammlungen gehabt, und nicht einen Einzigen habe ich widersprechen hören. Die jungen Prediger machen ihre Sache gut. Gestern hatten wir am Schluss eine kräftige Gebetsstunde, und es wurde bekanntgegeben, dass wir heute Abend (Montag) eine Gebetsversammlung haben werden. Es kommen ziemlich viele junge Menschen in die Versammlungen und viele von ihnen haben sich in den Versammlungen bekehrt. Aksel glaubt, dass von ihnen ungefähr 30 bis 40 neu bekehrt sind. Dies, obwohl sie nur Versammlungen über „den Weg“ gehalten haben. Das Wort und der Geist erretten sie. Hier gibt es massenhaft Warnungen, besonders von der Pfingstgemeinde und den Baptisten, mündlich und schriftlich. Doch diejenigen, die in die Versammlungen gehen, freuen sich und sagen, dass es Gottes Wort ist, was verkündigt wird. Gestern (Sonntag) Vormittag hörte Helge einem Leiter der Pfingstgemeinde zu. Er erzählte dann: „Sie sagen, die Lehre ist richtig, aber bedenke, dass der Geist darin falsch und zu hart ist.“ Am selben Abend sprach ich darüber, dass die neugeborenen Kindlein nach der unverfälschten Milch des Wortes begierig sein und durch sie heranwachsen sollten, damit sie zu ihm als dem lebendigen Stein kommen und selbst lebendige Steine werden können. 1. Petr. 2, 1. Dann wird man fest. Dies ist es, was sie einen harten Geist nennen. Und als solche lebendigen Steine werden wir – wie der Meister selbst – von den Menschen verworfen. Dies verstanden sie offensichtlich. Dann sprach Br. Bratlie überzeugend, ebenso Aksel und Thorsrud, der von Koppang mitkam. Er war ganz begeistert von dieser Reise.

So Gott will, fahren wir am Donnerstagvormittag hier ab, übernachten in Koppang und fahren dann weiter, sodass wir vermutlich am Freitagabend in Oslo sind.

Grüße deine Familie und die Geschwister. Sei selbst herzlich gegrüßt von deinem Bruder

J. O. Smith