(Kein Original)
Friede.
Wir kämpfen und streiten und leiden alle, so gut wir können – auch hier. Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Die Sünde im Fleisch ist nicht zunichtegemacht und Satan daher nicht tot. Aber eben in diesem Kampf nehmen die Werte des Lebens zu und es werden größere Mächte zerbrochen, als Menschen ohne Geist vermögen. Wenn auch der Tod wie die größte Niederlage empfunden wird und das Leiden wie der Hohn Satans über jahrelange vergebliche Mühe, so geht es mir doch gut, soweit Gottes Gnade in das Bewusste und Unbewusste hineinreicht. Den Weg weiß ich zwar, und wohin Jesus ging, weiß ich; doch all die Prüfungen, die mir auf dem Weg begegnen, sind mir teilweise bekannt und auf anderen Gebieten sehr unbekannt. Was dies Letztere betrifft, so lebe ich in glücklicher Unwissenheit, aber das Glück wird recht häufig durch die Realitäten des spaltenden Schwertes unterbrochen, und dann werden viele mir unbekannte Gedanken zur reinen Wirklichkeit. Dies ist Erkenntnis, Erkenntnis aus erster Hand, die oft so große Schmerzen verursacht, dass die Waage um den Nullpunkt herum pendelt. Ja, hierin hast du wohl Erfahrung, eben deshalb kann ich dir hierüber schreiben. Nicht um dich zu trösten in deinem einsamen Kampf des Keltertretens, der durchgekämpft werden muss, sondern um dich an das gemeinsame Schicksal der Bruderschaft zu erinnern, wenn die Waage um die Null herum pendelt. Du bist berechtigt, diesen Trost zu bekommen, ebenso den Trost, der im Ausharren Christi liegt, das bis zum ewigen Sieg hinführt; durch Leiden weg vom Leiden. Denn das ist ja die einzige Art und Weise, auf die man vom Leiden wegkommt.
Ich hoffe, du kommst am 1. Juli zur Jugendkonferenz. Sei herzlich willkommen.
Grüße alle die Deinen. Liebe Grüße von deinem Bruder
J. O. Smith