Die Jugendkonferenz in Oslo
Dieses Mal waren richtig viele Jugendliche versammelt, gottesfürchtige junge Männer und Frauen. Es war gut, ihre Zeugnisse und Gebete zu hören. Eine ganze Reihe von ihnen waren zum ersten Mal auf der Konferenz.
Auf den ersten Blick empfanden wir zwar, dass unsere fünf Brüder fehlten, die im Dienst des Evangeliums unterwegs sind. Aber Gottes Geist füllt sofort allen Mangel und alle Not aus. Die jungen Brüder, S. Bratlie, Aksel Smith, Johs. Kronstad, Elihu Pedersen und Ronald Henriksen sind nämlich mit Auto und Zelt in Trysil, wo sie jeden Abend singen, spielen und Gottes Wort verkündigen. Sie halten auch hin und wieder Bibelstunden für diejenigen, die geschickt sind für das Reich Gottes. Es sind viele Menschen und es gibt einigen Widerstand von denen, die die Schafe in ihren Parteiungen zusammenhalten.
Jesus Christus muss ein hartes Stück Arbeit bekommen an dem Tag, an dem Katholiken, Lutheraner, Methodisten, Baptisten, die Freikirchen, apostolische Kirchen, samt den Anhängern von Hans und Peter und Franz auf ihn einstürmen werden, um ihr alleiniges Anrecht auf ihn geltend zu machen. Es ist gut, dass er zuerst Schwefel und Steine vom Himmel regnen lässt und die Erde tüchtig erschüttern lässt, bevor er sein Reich versammelt. Ich nehme an, dass der Parteiungswahnsinn unter dieser kräftigen Behandlung ausstirbt.
Die Jugendlichen freuen sich indessen in der Person Christi. Es sind die Älteren, die Parteiungen bilden, um etwas zu bekommen, wovon sie leben können. Es gibt ein Gefühl von Sicherheit, wenn die Namen mit Tinte und Feder in die Mitgliederliste eingetragen sind. Dann hat man den Überblick darüber, wie viele Mitglieder man hat und wie hoch die Einnahmen sind, mit denen man rechnen kann. Dies alles ist ja purer Unglaube und Angst davor, dass Gott sie in der Brotfrage im Stich lassen wird. Von daher kann dann auch das Verwunderlichste passieren. Ein sehr alter Prediger aus einer der Parteiungen war in einer der Versammlungen unserer jungen Brüder. Nach den üblichen Reden wurde für jedermann Freiheit gegeben, etwas zu sagen. Aber niemand sagte etwas. Nach der Versammlung sagte der alte Prediger, dass er vor 40 Jahren auch mehr nach dem Wort vom Kreuz gelebt hatte; aber nun war es mehr und mehr im Sand verlaufen. Er habe sich vom Wort getroffen gefühlt, sagte er, und er wünschte den jungen Brüdern gutes Gelingen und Frieden und Gottes Segen für ihre Arbeit. Am nächsten Tag wurde in dieser Parteiung, zu der dieser alte Prediger gehörte, eine Gemeindeversammlung einberufen. Da warnte er die Versammlung aufs Kräftigste vor den jungen Brüdern, die er am Tag zuvor gesegnet hatte.
So kann die von Parteiungen ausgehende Abgrenzung falsch und blind machen. Wir sehen, dass Gottes Wort Recht hat, das sagt, dass Parteiungen und Neid Werke des Fleisches sind. Und die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.
Ich möchte den jungen Brüdern allen Segen und Fortschritt wünschen. Ihr könnt niemals Hilfe von den Parteiungen erwarten. Die Hilfe kommt immer von oben, von ihm, der seinen Leib gab. Das ist die Gemeinde. Doch sein Leib ist nicht zerstückelt in Hunderte von Parteiungen. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist der Gemeinde sagt. Alle Arten von Bibelschulen werden hiermit überflüssig. Ein wenig Norwegisch, wie man es zum Briefeschreiben braucht, hat man ja gelernt und kann noch mehr davon lernen, ohne dass man studiert, um Pfarrer zu werden.
Unsere Namen sind ohne Tinte und Feder im Himmel eingeschrieben, und wir sind ohne theologische Ausbildung zu einem heiligen Volk, zu Königen und Priestern, gemacht. Das ist biblisch. Und an die Bibel halten wir uns. Alles andere ist Menschenerfindung.
