Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1935-07 - Von der Pfingstkonferenz

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Von der Pfingstkonferenz

J. O. Smith

2. Joh. 1-5. Johannes hatte eine starke Liebe zur Wahrheit bekommen. Daher hatte Jesus, der die Wahrheit selbst ist, ihn auch innig lieb. Der Mensch in sich selbst ist ganz durchdrungen von Lüge. Auch unter Gottes Volk drängt sich die Lüge hinein, sodass man die Schrift lügenhaft auslegt. Wenn man sagt, dass die Sünde durch die Geistestaufe weggenommen ist, dann ist das eine Lüge. Aber in Röm. 6, 6 finden wir die Wahrheit, dass der alte Mensch mit ihm gekreuzigt wurde, damit der Leib der Sünde zunichtegemacht werde. Im Brief an die Thessalonicher lesen wir von welchen, die nicht errettet werden konnten, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen. David war wahrheitsliebend. Er schwieg still, als er die Wahrheit darüber hörte, dass er der Mann war. Die Wahrheit wird uns freimachen, und Gott gibt jedem genug Gnade und Kraft, der die Wahrheit hören und tun will.

Mangel an Liebe zur Wahrheit hält das Volk Gottes nieder in Unwissenheit, Finsternis und Fesseln. Satan ist ein Lügner, und er ist der Vater der Lüge. Aber wer die Wahrheit liebt, lernt ihn, Christus, und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden bald kennen.

Wir müssen die Wahrheit tun, wenn wir Kinder der Wahrheit werden wollen. Diese wird in uns und mit uns sein bis in die Ewigkeit hinein.

Die ganze Wissenschaft sucht nach Wahrheit in der Natur. Aber wir suchen nach Wahrheit im Geist – im Geist der Wahrheit – der alle Dinge erforscht. Die Wissenschaft erlöst nicht, aber der Geist der Wahrheit macht frei und erlöst in Jesus Christus. Wenn wir die Wahrheit mehr geliebt hätten, dann wären wir heute mehr erlöst. Die Wahrheit über unsere Lüge, unsere Feigheit, unseren Hochmut usw. erlöst und befreit uns. Daher ist der Geist der Wahrheit überführend. Als ich noch nicht bekehrt war, liebte ich die Wahrheit ganz unbewusst; aber nun liebe ich sie bewusst.

Es wird gesegnet sein, in der Ewigkeit die auserwählte Frau und ihre Kinder zu treffen; denn sie liebten die Wahrheit. 2. Joh. 1 und 5. Ebenso den Gajus, den Johannes in Wahrheit liebte.

Diotrephes liebte die Wahrheit nicht. Er wollte gerne der Erste sein. Er verleumdete Johannes und Brüder, die aus der Wahrheit waren, mit bösen Worten und nahm sie nicht auf (genauso wie die Mehrheit der Christen heute).

Demetrius dagegen hatte ein gutes Zeugnis von allen und von der Wahrheit selbst. 3. Brief des Johannes.

Wir haben viele junge Brüder, die nun von der Wahrheit zeugen sollen. Lasst mich sehen, dass ihr vor dem Lügenchristentum des Diotrephes nicht zurückweicht; denn das ist von Satan.

* * *

Es ruhte ein guter und gesegneter Geist über der Pfingstkonferenz. Wir hatten den Eindruck, dass die Brüder in der Gnade gewachsen sind. Gottes Erkenntnis und Licht waren vielfältig und groß. Niemand kann die Wahrheit besiegen; das bedeutet, gegen den Stachel auszuschlagen. Das Haus war voller Geschwister. Immer wieder kommen neue Menschen dazu. Fünf Geschwister kamen von Dänemark, darunter Thora Vindeløv und Rikke Andreassen, die ja schon viele Jahre lang dabei sind. Die Zeugnisse, die hier niedergeschrieben sind, sind vom Pfingstsonntagvormittag. Für all das andere Gute aus den Reden und Gesprächen haben wir hier keinen Platz. Das sei dem Archiv an Büchern hinzugefügt, das die Welt nicht fassen würde, wenn man sie schreiben sollte.