Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1935-06 - Zwei Herren

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Zwei Herren

Es gibt zwei Herren in der Welt. Einem dieser beiden muss notwendigerweise jeder Mensch dienen. Der eine heißt Gott, der andere Mammon. Mt. 6, 24. Wenn ich Gott diene, kann ich unmöglich dem Mammon dienen; und diene ich dem Mammon, kann ich nicht Gott dienen.

Die ganze Welt betet den Mammon (das Geld) an und rackert sich ab für ihn. Das tägliche Gerede von mehr Lohn, Alterszulage, Lohnkürzungen usw. sind so gewöhnlich wie Brot – in allen Betrieben. Für Geld kann ein Mensch hier in der Welt fast alles bekommen. Deshalb wird der Mammon als Gott verehrt. Darum hat die Welt in Wirklichkeit nur einen Gott, und das ist der Mammon. Um an ihn zu gelangen, werden die größten und meisten Verbrechen begangen. Der Mammon gibt Ehre und Ansehen, Kinder können die besten Schulen besuchen, und man kann seinen Ehrgeiz auf jede Weise zufriedenstellen. Aber das Verderben folgt dem Mammon auf den Fersen; denn alles Verderben in der Welt kommt durch die Lust, und die Lust wird wiederum mit Hilfe des Gottes dieser Welt, dem Mammon, zufriedengestellt.

Niemand kann zwei Herren dienen. Wenn ein Diener des Herrn anfängt, dem Mammon zu dienen, dann verändert sich auch das Licht, das in ihm war, sodass es Finsternis wird. Und wie groß wird dann die Finsternis sein! Dies steht in direktem Zusammenhang damit, dem Mammon zu dienen. Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. Lies Mt. Kap. 6.

Sorgen können einen Diener des Herrn dazu treiben, den Herrn zu wechseln, gleichgültig, was als Grund dahintersteckt.

Darum warnt der Herr so eindringlich davor, uns zu sorgen, was wir essen und trinken und womit wir uns kleiden werden. Nach dem allen trachten die Heiden. Wenn daher das Licht in einem Diener des Herrn Finsternis wird, dann hat er den Herrn gewechselt. Denn niemand kann Gott und dem Mammon dienen. Derjenige, dem man dient, gibt den Lohn. Meistens bezahlt der Mammon richtig gut, daher wird man versucht, ihm zu dienen. Aber daneben gibt er einem ein schlechtes Gewissen, Finsternis, Habsucht usw.; denn Geldliebe ist die Wurzel alles Übels.

Wenn wir dem Herrn in Geist und Wahrheit dienen, dann bekommen wir von irdischen Dingen vielleicht nicht so viel wie dieser oder jener; aber wir bekommen, was wir benötigen – und mehr braucht man nicht. Außerdem bekommt man ein gutes Gewissen, Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn und allen Heiligen – und später ewiges Leben und ewige Herrlichkeit.

Hast du angefangen, ihm zu dienen und hast du Christus als Herrn in deinem Herzen geheiligt, dann fahre damit fort und lass dich nicht durch äußere Einflüsse dazu zwingen, dich einem anderen, grausamen Herrn zuzuwenden. Denn kein Mensch kann zwei Herren dienen.