Die Osterkonferenz
An Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag waren ca. 150 Brüdern zu Gesprächen, Bibelstunden, Gebet usw. versammelt. Ich glaube, wir alle hatten viel Gewinn von diesen tiefgehenden und erforschenden Versammlungen. Bis weit in die Nacht hinein hatten die Brüder Gesprächsrunden, und das Abend für Abend.
Die eigentliche Konferenz war ja an den beiden Osterfeiertagen. Der Saal war überfüllt, und 40 bis 50 mussten unten im Speisesaal sitzen. Insgesamt waren an die 350 Menschen versammelt. Wir mussten für diesen Anlass Lautsprecher installieren, und das ging gut. Die Konferenz war allseitig. Die Brüder waren seit der kräftigen Ausgießung des Geistes an Ostern im letzten Jahr gewachsen. Und besonders merkten wir, wie die jungen Brüder zur Arbeit im Reich Gottes im Glauben gestärkt worden waren.
Doch nun zu den Zeugnissen, von denen wir nur einen ganz kleinen Auszug vom Allerwesentlichsten wiedergeben:
J. O. Smith:
Joh. 1, 10-13. Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt. In diesem Glauben wollen wir hinausgehen, und in diesem Glauben sollen wir gestärkt werden, sodass wir bei Widerwärtigkeiten jeglicher Art standhalten, ohne mutlos zu werden.
Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wir sollen uns selbst und das Geisterheer der Bosheit überwinden. Nichts soll uns überwinden. Wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht. Er nimmt sich in acht, und der Böse tastet ihn nicht an. Die Bedingung dafür, dass Josua siegen konnte, war, dass er Gottes Befehle genau befolgte. Achte genau darauf, alle Gebote Gottes zu halten. Fürchte dich nicht! Sei nicht ängstlich. Er wird mit dir sein. Als Israel sich Jericho näherte, fingen dessen Einwohner an zu zittern. Deine Feinde werden fliehen und das Land wird erweitert, wenn du sein Wort hast und danach tust.
Gott hat uns Jugendliche geschenkt, die Energie haben. Und ich glaube, wir können es wagen zu sagen, dass sie auch ein solides Erbe übergeben bekommen, etwas, das wir uns selbst unter Leiden erkämpft haben. Geht nun ihr vorwärts. Macht es besser als wir! Und Gott sei mit euch.
Vom Gesprächskreis am Gründonnerstagabend
Thema: Wie können wir das Beste in der Gemeinde hervorbringen? In unserem Dienst vollkommen zu werden, braucht Zeit. Daher gilt es, mit dem Geist der Furcht gewappnet zu sein. „Wer Ohren hat, der höre.“ Wenn z. B. gesagt wird: Betet kurz, dann müssen sich alle danach richten. Dann wird es gesegnet. Wir müssen einen klaren Unterschied machen zwischen dem, zuhause zu beten, und dem, in der Versammlung zu beten. Zuhause geht es in gewissem Sinn nur um mich; aber in der Versammlung geht es nicht nur um mich, sondern um alle, und alle sollen erbaut werden. Lange, persönliche Gebete für Eltern, Kinder und Verwandte nach dem Fleisch zu beten, ist unweise. Man denkt dann nicht an andere, sondern nur an sich selbst. Wir müssen uns in unseren Gebeten auf die Anwesenden einstellen. Derjenige, der das Gebet in der Versammlung ansagt, muss orientiert sein und die Situation verstehen.
Ebenso bei den Zeugnissen. An Konferenzen, an denen mehrere Diener des Wortes anwesend sind, sollen zwei oder drei von den ältesten Brüdern anfangen und Gottes Wort auslegen. Danach sollen sich die Übrigen kurzfassen, sodass die Gemeinde möglichst viele hören kann. Hier muss jeder auf sich selbst achthaben. Alles geschieht zur Erbauung. In einer Versammlung zu sitzen und zu hören, ist, wie an einem Tisch zu sitzen und zu essen. Wenn die Versammlung satt ist, soll ihr nicht noch mehr Essen aufgezwungen werden. Wahre Demut und Gottesfurcht werden jedem gebieten, sich an Gottes Tisch ehrbar zu verhalten, ebenso wie man sich draußen in der Welt unter erzogenen Menschen bei Tisch verhält.
Während einer Versammlung in Skien hatte eine unbekannte Person in ein ausgeliehenes Liederbuch geschrieben: „Rede kurz, lange Reden gehen ins Leere.“ Wir danken „dem Unbekannten“ für diese gute Ermahnung.
Wir müssen sowohl beim Gebet als auch beim Zeugnis natürlich sein. Niemand soll sich mit besonderen Gebärden usw. hervortun. Alle Fehler können ausgemerzt werden, wenn die Gemeinde demütig genug ist, auf die Zurechtweisungen der älteren Brüder zu hören. Indem wir in der Furcht des Herrn wandeln, werden wir feinfühlig.
Wenn jemand redet und die Versammlung hört ihm zu, kann er seine Rede fortsetzen, aber fängt die Versammlung an unruhig zu werden, dann muss sich der Redner augenblicklich hinsetzen. Man muss also auf die Versammlung achten, während man redet. Oft kann es sein, dass man getrieben vom Geist Gottes anfängt zu reden und dann im eigenen Geist fortfährt. Hier müssen wir aufhören, wenn Gottes Geist aufhört zu treiben; denn das, was von uns selbst hervorkommt, ist nicht hörenswert. Wenn alle hierauf achten, dann wird es erbaulich und herrlich zusammenzukommen.
