Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Brief an Aksel J. Smith, 10. April 1935

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936
Horten, 10. April 1935
Lieber Sohn Aksel,
Friede.

Herzlichen Dank für den Brief und das Manuskript, die ich heute bekommen habe. Ich muss sagen, dass es eine große Freude für uns ist, von Fortschritt in Koppang zu hören. Ich weiß ja selbst, wie hart es dort oben ist. Das war eine verwunderliche Schriftstelle in Hi. 12, 22, die du bekommen hast. Ja, in Wahrheit enthüllt Gott, was im Finstern verborgen liegt und zieht den Todesschatten ans Licht. Es ist Gottes Wort, das all dies tut. Sei daher freimütig und glaube daran, dass Gottes Wort all dies tut. Den Todesschatten zieht er ans Licht. Dieses Harte, Schroffe, Undurchdringliche muss ans Licht hervor, es kann sich nicht länger verbergen, es verliert die Kraft, seine Beute festzuhalten, und dann gelangt die Seele zum Durchbruch. Das Verborgene kommt aus der Finsternis hervor. Der Fürst der Finsternis muss seine Beute loslassen. Alles geschieht durch die Verkündigung des Evangeliums Christi. Sei daher froh, dass du durch Gottes Gnade an einem solchen erforschenden Evangelium der Herrlichkeit teilbekommen hast. Wir sehen ja nicht all die verborgene Arbeit, die in den Herzen vor sich geht; doch dass im inneren Bewusstsein der Seele sehr viele Dinge geschehen, ist ganz sicher. Wir säen, andere können in die Arbeit hineinkommen, und dann wird das Verborgene ganz ans Licht hervorkommen. Deshalb ist unsere Arbeit im Herrn nicht vergeblich. Mit diesem Glauben und in dieser Kraft können wir Diener des Geistes sein. Vergiss das nicht!

Hier geht alles seinen gewohnten Gang. Wir nähern uns Ostern und werden nun einige Gebetsstunden haben. Es sieht fast so aus, dass Br. Bratlie auch kommt. Frau Ellefsen sagte, dass er große Lust hätte zu kommen. Ellefsen ist angekommen. Wir haben gestern ein kleines Fest in der Frauenmission gefeiert. Eugen streicht dort oben die Decken. Die Möbel kommen nach.

Ja, es gibt viel Arbeit an den verschiedenen Orten, wie du im vorigen Brief schriebst; doch wenige sind der Arbeiter. Ich finde, es ist ein Wunder Gottes, dass so viel daraus geworden ist. Ich hoffe, dass es mit dem jungen Mann aus Kløfta gut geht. Doch auch wenn man das Licht angenommen hat, ist es ja ein weiter Weg, ein brauchbarer Arbeiter zu werden.

Sei herzlichst gegrüßt von uns allen hier. Grüße Br. Thorsrud und seine Familie sowie die Geschwister. Grüße Elihu.

Dein Vater

J. O. Smith